Huntlosen Auf 15 Teilnehmer begrenzt war die „Zeitreise durch Huntlosen“, zu der der Verein für Kunst und Kultur (Kuk) am Samstag eingeladen hatte. Es war nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass diese geführte Radtour stattfand. Schon im Juli trafen sich ebenso viele Teilnehmer an der St. Briccius-Kirche in Huntlosen. „Die Nachfrage war groß, deshalb haben wir jetzt noch einmal eine zweite Tour unter Coronabedingungen organisiert“, betonte Jens Illgen vom Kulturverein. Überhaupt möglich sei die Exkursion erst in Kooperation mit dem Bürgerverein Huntlosen sowie wie der Beratung durch die LEB Huntlosen geworden.

Ortsgeschichte

Dirk Faß, Gemeindearchivar und Autor des gleichnamigen Sachbuches über Huntlosen, erzählte vieles aus der Ortsgeschichte. Neben der St. Bricciuskirche, war ein Halt Meyers Gasthaus, ehemals Schmidt. Hier berichtete Faß von dem Wegedreieck an der Bahnhofstraße. Als die Gemeinde das Grundstück mit altem Eichenbestand aus Kosteneinsparung für die Pflege verkaufen wollte, wies Tempelmann darauf hin, dass sich das Grundstück immer in Gemeindebesitz befanden hätte. Unter dem Eichenbestand sei auch die Friedenseiche von 1870/71 zu finden. Damit habe das Grundstück auch ortsprägenden Charakter, wie Faß erklärte. Eine Tatsache, die vielen nicht bekannt ist.

Weiter ging die Zeitreise zum Sommerhaus von August Hinrichs. Dirk Hinrichs, Enkel und Nachlassverwalter, berichtete von dem Leben und Wirken seines Großvaters.

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Am 18. April 1879 in Oldenburg geboren, begab August Hinrichs sich 1898 auf Wanderschaft durch Sachsen, Bayern, Österreich, Italien und die Schweiz und begann dabei zu zeichnen und Verse zu schreiben.

Die Wanderjahre finden ihren Niederschlag im 1921 veröffentlichten Roman „Der Wanderer ohne Weg“. Die „Swienskummedi“ wurde zum durchschlagenden Erfolg 1934 wurde die hochdeutsche Fassung „Krach um Jolanthe“ als Film uraufgeführt. „Die Stedinger“ – Spiel vom Untergang eines Volkes“ folgte im gleichen Jahr, und es wurde von der NSDAP vereinnahmt, wie auch der Autor selbst.

Am 20. Juni 1956 starb Hinrichs in seinem Sommerhaus in Huntlosen. Dort ist Vieles, wie Veranda und Wohnzimmer, noch so erhalten, wie zu seinen Lebenszeiten, wie die Teilnehmer bei einem Rundgang erfuhren.

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