Hude „Noch einhundertachtundvierzigtausendsiebenhundertdreizehn Mails checken“ – da wurde der Gesang plötzlich etwas leiser. Der Text von Tim Bendzkos Hit „Nur noch kurz die Welt retten“ ist langsamer zu lesen als zu singen, dadurch gerieten die motivierten Sänger in der Wassermühle kurz ein bisschen ins Stocken. Doch davon ließen sich die rund 80 Besucher am Dienstagabend nicht entmutigen und bewiesen: Hude singt. Und zwar aus vollem Halse.

Zum ersten Mal fand Arndt Baecks neuester Streich statt: „Hude singt“, so der Titel des Events, das Musikbegeisterte aus der ganzen Gemeinde vereinen soll. Dabei sitzt Baeck durchgehend am Klavier auf der Bühne und begleitet den Gesang der Gäste. Das Set wählt der Pianist im Vorfeld selbst aus und lässt die Texte via Beamer auf eine Leinwand neben der Bühne projizieren. So können die motivierten Amateur-Sänger textsicher in den Abend starten. Während vor allem deutsche Lieder der Verständlichkeit halber gut bei den stimmgewaltigen Gästen ankamen, punkteten auch alte Klassiker, wie Rod Stewarts „Sailing“ oder Bryan Adams „Summer of 69“. Als Leonard Cohens „Hallelujah“ anklang, sorgte der Laien-Chor für Gänsehaut.

Doch vor allem die temporeichen Klassiker, wie „Those were the days“ oder „Auf der Reeperbahn“ kamen gut beim interaktiven Publikum an und lauthals gesungen wieder zurück. Mittendrin: Gudrun Wellner-Franck. Die 55-jährige singt gerne, „vorwiegend aber alleine im Auto“. Gemeinsam mit ihrem Mann Bernd Franck wollte sie daher unbedingt „Hude singt“ ausprobieren. „Uns gefällt es sehr gut hier, vor allem die deutschen Lieder machen Spaß“, so die musikalische Huderin. „Die Stimmung ist sehr angenehm“, fand Ehemann Bernd. Wie das Ehepaar Franck nahmen auch Agnes Langeland und ihre Nachbarinnen an dem interaktiven Event teil: „Aus Spaß an der Freude“. „Es macht einfach Spaß, mit seinen Freunden zusammen zu singen“, erklärte die 61-jährige Langeland. „Wir kommen bestimmt noch einmal wieder“, kündigte sie an.

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Und Wiederkehrer wird es mit Sicherheit einige geben, denn Heike Lau vom „Hude singt“-Team konnte bereits 15 Fünfer-Karten verkaufen. Für die nächste Veranstaltung rief Baeck sogar zur aktiven Mitgestaltung auf: „Wir haben hier Karten, da könnt ihr eure Musikwünsche eintragen“, erklärte er. Nach dem ersten „Hude singt“-Abend zog der Musiker ein durchweg positives Fazit: „Mit 80 Gästen wurden unsere Erwartungen deutlich übertroffen.“

Knapp zwei Stunden sangen und musizierten die Huder gut gelaunt in der Wassermühle. Und sie alle gingen sicher mit dem ein oder anderen Ohrwurm nach Hause. Einen Monat können die Huder ihre Stimmbänder schonen, bis es am 15. Oktober zum nächsten „Hude singt“-Abend geht. Und eins ist sicher: Dann wird es wieder laut in der Wassermühle.

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