Hude Von den guten alten Zeiten mit Oma und Opa, aber auch neumodischen Erscheinungen wusste der langjährige Plattdeutsch-Redakteur und vierfach ausgezeichnete Autor Gerd Spiekermann im Forum der Peter-Ustinov-Schule in Hude am Mittwochabend bestens vor ausverkauften Sitzreihen zu unterhalten.

Unter dem Titel „Wiehnachts-Stress!“ schaffte es der Entertainer mit Wurzeln in Ovelgönne in der Wesermarsch in Rekordzeit, sein Publikum zu fesseln und zum Lachen zu bringen. Bevor der Wahl-Hamburger aber seine Geschichten von „em und ehr“ zum Besten gab, beschäftigte er sich mit dem leidigen Thema Stau.

Der erwischte ihn vor Bremen und sorgte fast für etwas Zeitnot. Das es dort immer so sei, bezeugten Zurufe aus dem Publikum. Doch Spiekermann zeigte sich von den neumodischen Begleiterscheinungen einer immer fortschreitenden Mobilität wenig angetan. Da war ihm doch ein moderner Heizungsthermostat an dem Heizkörper viel lieber.

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Damit könne man ja Energie sparen, habe ihm der Schornsteinfeger gesagt. Mit der Nachtabsenkung. Dabei würde die Einteilung in fünf Stufen helfen. „Ich habe einen mit sechs. Damit bekomme ich dann auch mollige 28 Grad beim Vollaufdrehen im Badezimmer bis zum Morgen hin“, dachte Gerd Spiekermann laut nach und baute sich so eine Brücke zu den guten Zeiten bei Oma und Opa und „Vadder un Mudder“.

Ofen in der Kirche. Ofen im Wohnzimmer. Morgens den in der Küche an. Abends den in der „Stuv“. Immer auf den Punkt mollig warm. Vor dem Zubettgehen die Briketts in nasse Zeitung einwickeln. Dann gehe das Anmachen am nächsten Tag fast wie von selbst. Die meisten der Zuhörer kannten diese Art des Heizens noch aus eigener Erfahrung.

Aber das Zeitungspapier auch am Stillen Örtchen gerne benutzt wurde, erinnerte Spiekermann aus seinen Jugendjahren auch. Nur das mit Hochglanz habe sich da immer nicht so gut geeignet…..

Spiekermann ließ auch alte Illustrierte wie die „Quick“ aufleben. Berichte vom Schah in Persien, über Vera Brühne und andere Zeitzeugen ließ Spiekermann im besten Platt wieder aufleben. „Das weiß ich alles vom Klo……“.

Nicht fehlen durften da die Erlebnisse mit der „Ahoi Brause“, die so schön „auf dem Handrücken prickelte und dann aufgesogen wurde. So haben wir das immer in Ovelgönne gemacht.“

Für Gerd Spiekermann und das Publikum ging der Abend im Forum der Peter-Ustinov-Schule wie im Fluge vorbei. Der Autor- und Radiomoderator zeigte sich einmal mehr als „Mister Plattdeutsch“. Mehr als 15 Bücher hat Gerd Spiekermann geschrieben. Es gibt daneben zahlreiche Hörbücher mit seinen Geschichten über Vadder und Mudder, dat Leben un de Lüüd. Einige davon waren am Büchertisch von Gerburg Schaller zu haben.

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