Hude Sie haben nicht nur Spezialitäten aus ihrer italienischen Heimat im Gepäck gehabt, sondern auch die Sonne. Rechtzeitig zur Italienischen Nacht in Hude und mit der Ankunft einer Gruppe aus der italienischen Partnergemeinde Fiume Veneto wird auch das Wetter wieder sommerlicher. So steht dem Gelingen der traditionellen Party mit mediterranem Flair an diesem Samstagabend nichts mehr im Wege. Die für Kfz gesperrte Parkstraße wird sich ab 20 Uhr wieder in eine „Piazza“ verwandeln.

BILD: Stepmap/Ricarda Pinzke

Die Gemeinde Fiume Veneto in Norditalien: Partner seit 2002

Die Gemeinde Fiume Veneto hat rund 12 000 Einwohner und eine Fläche von 35,8 Quadratkilometern. Sie liegt im Nordosten Italiens, in der Region Friaul-Julisch Venetien, Provinz Pordenone. Etwa 90 Kilometer sind es bis Triest, rund 80 Kilometer bis Venedig. Die italienische Gemeinde umfasst neben dem Hauptort Fiume Veneto weitere Ortsteile. Das sind Bannia, Cimpello, Pescincanna und Praturlone sowie die Orte Borgo, Tomba, Borgo Tavella, Fiume Piccolo, Marzinis, Piandipan, Rivate und Villanova.

Die Partnerschaft mit der Gemeinde Hude wurde im Jahr 2002 offiziell besiegelt. Neben dem deutschen Hude hat Fiume Veneto Partner im österreichischen Sirnitz und im französischen Castel­sarrasin.

Die Huder „Proseccohexen“ pflegen die Freundschaft mit Fiume Veneto sehr intensiv. Im jährlichen Wechsel finden unter anderem gegenseitige größere Besuche statt. Im vergangenen September waren die Huder in Fiume Veneto zu Gast und nahmen dort an der traditionellen Radtour „Fiume Pedala“ teil. Im August dieses Jahres kommt nun wieder eine größere Gruppe aus Fiume Veneto nach Hude. Viele Freundschaften sind auch auf privater Ebene im Verlauf der vielen Jahre entstanden.

Mit dem Flugzeug von Venedig über München nach Bremen sind die meisten der Gäste aus Fiume am Donnerstag angereist. „Wir sind dieses Mal nur eine kleine Gruppe“, sagte Roberto di Francesco. Aufgrund von Familienfeiern können nicht so viele Teilnehmer aus Fiume dabei sein.

Insgesamt sind es elf Leute, einschließlich Tina und Tano Bertoldo, die schon ein paar Tage vorher mit dem Auto angereist sind. Bertoldos haben lange Jahre das Eiscafé Italia in Hude betrieben. Aus den Kontakten zu ihrer Heimat Fiume Veneto ist die offizielle Partnerschaft mit der Gemeinde Hude entstanden, die im Jahr 2002 offiziell besiegelt wurde.

Gaetano und Ernestina Bertoldo waren es auch, die seinerzeit zusammen mit Gastronom Peter Burgdorf die Italienische Nacht im Klosterort aus der Taufe gehoben haben.

Nach der Übergabe des Huder Eiscafés nach 36 Jahren an Nachfolger José Orlando Ramoz im Februar 2017 sind Bertoldos in ihre italienische Heimat zurückgegangen. Doch die vielen Kontakte zu Hude sind geblieben. „Ich habe immer noch Heimweh nach Hude“, gibt Tano Bertoldo zu. Er freut sich deshalb, viele alte Bekannte an diesem Wochenende in Hude wiederzusehen.

Programm am Samstag

Die zweitägige Veranstaltung „Italienische Nacht“ ist nun schon seit vielen Jahren ein Höhepunkt im Huder Veranstaltungskalender. Auch dieses Mal werden die italienischen Freunde die Besucher der Open-Air-Party an diesem Samstagabend unter anderem mit Wein aus ihrer Heimat, Bruschetta, Brötchen mit Salsiccia und Piadina mit Parmaschinken verwöhnen. Dazu gibt es Livemusik mit Elena Tavella & Nicola Marrano. DJ Lars Roxx spielt aktuelle Charthits. Die Party beginnt um 20 Uhr. Der Einritt ist frei.

Programm am Sonntag

Am Sonntag wollen die italienischen Freunde auch am Bürgerfrühstück von 10 bis 12 Uhr teilnehmen, das der Gewerbe- und Verkehrsverein auf der für Kfz sperrten Parkstraße veranstaltet. Teller, Tasse, Besteck mitbringen. Das gilt für alle, die daran teilnehmen möchten. Die Zutaten gibt es für fünf Euro pro Person vom Büffet. Bei der Frühstücksmeile wird es auch einen großen Sandspielplatz für die Kinder geben. Von 12 bis 17 Uhr schließt sich der verkaufsoffene Sonntag an. Es gibt Straßen-Comedy und eine Autoschau der Firmen Bartels und Rüdebusch. Livemusik ist ab 14 Uhr auf der Bühne am Eiscafé angesagt mit dem Huder Pianisten Josef Barnickel sowie Jini Meyer und Henne Oberbossel von der Band Luxuslärm. Italienische Klassiker bringt das Duo „I Gondolieri“ zu Gehör.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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