Hude „Wer etwas übrig hat, tut es hinein“, sagt Uta Rose, Leiterin der Huder Gospelsingers. Mal seien es zehn Cent, mal vielleicht ein 20-Euro-Schein. Gemeint ist die Spendenbox, die bei jedem Übungsabend des Chores aufgestellt ist. Schon seit einigen Jahren suchen sich die Gospelsingers für zwölf Monate ein soziales Projekt, das sie unterstützen möchten. 2017 war es die Huder Bürgerstiftung. Und 2018 war es das Ronald McDonald Haus in Oldenburg. Stolze 1000 Euro nahm dessen Leiterin Iris Neumann-Holbeck beim jüngsten Übungsabend im Martin-Luther-Gemeindehaus entgegen. Als Spende für die geplante Erweiterung der Einrichtung in Oldenburg.

Neben den dort bereits 15 vorhandenen Apartments beim St. Elisabeth-Kinderkrankenhaus, die Eltern schwerkranker Kinder zur Verfügung stehen, sollen aufgrund der großen Nachfrage weitere sieben Apartments gebaut werden. Eltern haben so die Möglichkeit, ganz nah bei ihren Kindern zu bleiben während des Klinikaufenthalt. Und zugleich können sie „ein bisschen Abstand gewinnen in dieser schweren Zeit“.

Anregung einer Sängerin

So nannte es Chormitglied Jana Wilken. Sie hatte die tolle Betreuung im Ronald-McDonald-Haus in Kiel erlebt, als ihre Tochter dort in der Klinik war. Ihr Vorschlag, im Jahr 2018 für ein Ronald-McDonald-Haus zu sammeln, wurde dann auch gerne von den Sängerinnen und Sängern aufgegriffen. Das Geld aus der Spendenbox wurde am Jahresende noch durch eine Gage für einen Auftritt aufgestockt, wie Uta Rose berichtete. So kam eine runde Summe zusammen, über die sich Iris Neumann-Holbeck sehr freute. Sie berichtete davon, dass Kinder aus ganz Weser-Ems zur Behandlung nach Oldenburg kommen und das Ronald-McDonald-Haus mittlerweile viel zu klein sei. „Wir haben lange Wartelisten.“

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Das soll sich durch den Neubau ändern, der zukünftig noch mehr Familien die dringend benötigte Unterkunftsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe ihres kranken Kindes bietet, einhergehend mit liebevoller Betreuung.

Mehr Zufall ist es, dass Iris Neumann-Holbeck auch Sängerin im Oldenburger Gospelchor Voices ist. Und so nahm sie nach der Scheckübergabe spontan am Probenabend der Huder Gospelsingers teil.

Gerne mal ausprobieren

Geprobt wird in Hude zurzeit jeden Montag ab 19.45 Uhr im Martin-Luther-Gemeindehaus an der Waldstraße 31. Wer Interesse hat, kann gerne einmal unverbindlich bei den „HuGos“ vorbeischauen und mitsingen, sagt Uta Rose. Auch über mehrere Wochen zur Probe. Der Chor hat zurzeit rund 45 aktive Sängerinnen und Sänger, die mit viel Spaß für ihre Auftritte proben. Gerade bei den Alt-Stimmen (tiefe Frauenlage) besteht derzeit noch Bedarf an „Nachwuchs“, aber auch in allen anderen Stimmlagen. Der Chor absolviert rund 20 Auftritte im Jahr. Das sind große Konzerte, Auftritte bei Gottesdiensten, bei Geburtstagen, Hochzeiten und anderen Gelegenheiten.

Konzert in Holle

Ein eigenes Konzert veranstalten die Huder Gospelsingers in diesem Jahr am Samstag, 6. April, in der Konzertkirche St. Dionysius in Holle. „Glaube, Liebe, Hoffnung“ lautet das Thema. Beginn wird um 17 Uhr sein. Es sind Lieder über die Liebe. Songs, die der Chor sehr oft bei Hochzeiten singt, diesmal in einem etwas anderen Rahmen.

Zwölf Sängerinnen und Sänger des Huder Chores bereiten sich außerdem intensiv auf die Mitwirkung beim Chormusical Martin Luther King vor. Die Uraufführung findet am 9. Februar in der Essener Grugahalle statt. „Das ist eine sehr spannende und schöne Erfahrung“, sagt Uta Rose über das Mitsingen in dem 2000 Sängerinnen und Sänger zählenden Projektchor für das Musical.

Im Mai und Juni stehen dann für alle Huder Gospelsingers zudem schon zahlreiche Auftritte an, bei Hochzeiten, Konfirmationen, Geburtstagen, erzählt Uta Rose, die seit fast 16 Jahren die musikalische Leitung hat.

Dritte CD in Planung

Im Oktober sei außerdem ein Workshop-Wochenende geplant, um sich gemeinsam intensiv auf die Aufnahme der dritten CD der „HuGos“ vorzubereiten. Dazu gehe es Anfang 2020 ins Studio. Ob auch ein Song aus der Feder von Uta Rose auf der CD sein wird? – Mal schauen, sagt die Chorleiterin. Jedes Jahr für die Christmette in Hude schreibt sie jedenfalls ein eigenes Lied für den Chor. „Im Hochsommer fange ich an, mir darüber Gedanken zu machen“, sagt Uta Rose. ->  


Mehr Infos:   www.hude-gospelsingers.de 
Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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