Hude Viel Freude hatten die Zuhörer in der gut besuchten Klosterremise bei der Lesung des Monats November. Die Reihe „Literatur in der Remise“ wird vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. organisiert und dieses Mal war die Oldenburger Lyrikerin Elisabeth Drab zu Gast.

Man hätte meinen können, es stünde schwere Kost auf dem Programm: ein „Großgedicht“ in der Versform der Stanze, einer strengen Form der italienischen Renaissance. Und ihr Erzähl- und Großgedicht besteht aus sage und schreibe 38 Stanzen.

Doch Elisabeth Drab ist eine moderne Frau und nutzt die alte Form für neue Bilder und Wortschöpfungen. In dem Erzählgedicht „TageKleider“ webt und näht sie sich neue Kleider für jeden Tag. Dabei hat Elisabeth Drab eine Vortragsweise, die den Zuhörer über die Reime und den Zeilensprung hinweg trägt und erreicht dadurch eine bemerkenswerte Leichtigkeit; von Ermüdung der Zuhörer keine Spur. Unterbrochen wurde ihr Vortrag von einigen Gitarrenintermezzi, lang genug, um das Gehörte ein wenig sacken zu lassen und kurz genug, um im Fluss des Textes zu bleiben. So gab es am Ende verdientermaßen viel Beifall.

In der Gesprächsrunde berichtete die Autorin, dass die Leichtigkeit täuscht. Es sei harte Arbeit mit sehr viel Konzentration, ein solches Gedicht zu schaffen. Zwei Jahre habe sie dazu gebraucht, mit Unterbrechungen, da es immer wieder notwendig sei, sich den Text mit Abstand und neuem Blick vorzunehmen.

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