Hude /Kirchkimmen „Das Bild muss für mich Bestand haben“, beschrieb Heidrun Pfalzgraf am Sonntagnachmittag in der Galerie am Stall von Frank L. Giesen einen wichtigen Grundsatz beim Entstehen ihrer Malereien und Zeichnungen. Unter dem Titel „Magical Mystery Tour“ entführte die Künstlerin aus Celle während der Vernissage in ihre Werke und dem dazugehörigen Malprozess. Für die musikalische Begleitung spielte Markus Bantel-Tönjes auf seiner E-Gitarre in Anlehnung an die „Magical-Mystery Tour“, dem Film der Beatles.

Einen ausgeklügelten Plan habe sie nicht, wenn sie an die Leinwand tritt und mit Pinseln verschiedenster Größen die Acrylfarben auftrage. „Dann weiß ich noch nicht, was es am Ende zeigen und ausdrücken wird. Ich lasse der Fantasie freien Lauf. Erst nach und nach bildet sich eine Richtung und Formgebung heraus“, sagte Heidrun Pfalzgraf im Gespräch mit Giesen vor der Kulisse von zahlreichen Kunstfreunden, die aus dem Umland zur Ausstellungseröffnung in die Galerie am Stall gekommen waren.

„Wir sehen hier in der Ausstellung die Ergebnisse informeller Malerei. Aus dem schier überbordenden Fantasiefundus von Heidrun Pfalzgraf drängen sich Farben und Formationen auf, die wiederum Neues evozieren“, so Giesen.

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Es entstünden amorphe, farbige Gebilde, die wirkten, als wären ihre Bestandteile von einem unsichtbaren Magneten zufällig zusammengefügt worden. „Bei allem Chaos, bei aller Fülle fügt sich alles zu einer wunderbaren Ordnung. Es ist, als ob die chaotische Vielfalt durch Autofokussierung wie bei einer Kamera plötzlich klare Konturen gewinnt“, beschrieb Giesen seine Eindrücke.

Die aus Celle angereiste Künstlerin stellt in der Galerie am Stall bis zum 17. Dezember rund 20 Arbeiten aus – darunter auch kleinformatige Tuschezeichnungen. Aber auch Bilder, die an ein Kaleidoskop aus ihrer Sicht erinnern würden. „Man kann sie drehen, wenden und wieder drehen, wie bei einem Kaleidoskop, das hat für mich eine tiefe und immer neue Wirkung.“

Zu ihrer Motivwahl sagte Heidrun Pfalzgraf: „Es ist das Leben, das man so aufsaugt.“ Oft hole sie sich Anregungen aus ihrem Lieblings-Schrott-Container in Celle. Mit Fotos fange sie Stimmungen und Zusammensetzungen, Anhäufungen und Verdichtungen zunächst aus der Umwelt ein. Das könne aber auch ein Blatt im Wald in einem Haufen, eben einer Anhäufung, sein, das Anstoß für eine neue Arbeit gebe.

Schon lange hat Heidrun Pfalzgraf ihre eigene Stilrichtung erarbeitet. Sie habe keine konkreten Vorbilder, sagte sie. „Du hast die eigene Richtung gefunden“, bescheinigte ihr auch Giesen und verweis auf die kleinen Tusche-Zeichnungen, die erst auf den zweiten Blick auffielen.

Unter dem Strich eine interessante Ausstellung, die in der Galerie am Stall von mittwochs bis freitags 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung besucht werden kann.

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