+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 19 Minuten.

Ermittlungen Gegen Sexualstraftäter
Deutscher steht im Fall Maddie unter Mordverdacht

Hude Eigentlich ist auf Oma Schnackmann immer verlass. Jedes Jahr aufs Neue versucht die alte Dame, gemeinsam mit dem Pastor, die ganze Familie mit Tricks dazu zu bringen, den Advent zu feiern. Doch dieses Mal haben die Oma und der Pastor etwas anderes vor.

Im Martin-Luther-Gemeindehaus war am Freitag zum Jugendgottesdienst mal wieder eine altbekannte Familie zu Gast: die Schnackmanns. Mit ihrer mittlerweile 28. Folge setzte sich die Theaterfamilie, die durch Jugendliche und junge Erwachsene lebendig wird, mit einem wichtigen Thema auseinander: „Fridays for Future“. Auf die Idee kamen die jungen Schauspieler selbst. Das Stück wurde, wie die 26 Fassungen zuvor auch, vom Pastor Reiner Backenköhler geschrieben.

Familie mit Kultstatus

„Angefangen hat das 1992. Damals saß ich mit den Jugendlichen draußen auf dem Rasen und es war Frühling“, sagt Backenköhler. Sie dachten darüber nach, ein Theaterstück aufzuführen. Weil es zum Beruf als Pastor dazugehört, zu schreiben, erklärte er sich bereit, ein Stück zu verfassen. Die Jugendlichen sollten dazu ein Stichwort liefern. „Das erste Stichwort, das ich bekam, war Gießkanne“, erinnert sich Backenköhler.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Seitdem finde jedes Jahr eine neue Folge der Familie Schnackmanns statt, die mittlerweile Kult in Hude wurde. „Es ist schon eine Auszeichnung, dass sich viele Jugendliche darum reißen, mitspielen zu dürfen“, erklärt der Theologe weiter. Die Schauspieler sind dabei ehemalige Konfirmanden, die sich in der Kirchengemeinde engagieren.

Auch wenn sich das Ensemble immer wieder verändert, einige Schauspieler muss der Pastor halten, wie er sagt: „Die werden schon so sehr mit den Charakteren identifiziert.“ Dazu gehören Martin Schwarting, Wiebke Hennies und Femke Backenköhler, die seit mittlerweile zehn Jahren dabei sind. Die drei können sich die Adventszeit ohne die Schnackmanns schon gar nicht mehr vorstellen, sagt Backenköhler und hebt besonders die schöne Zeit während der Proben hervor. Für Hennies ist es zudem immer wieder schön zu sehen, wenn ehemalige Schnackmanns-Schauspieler in den Zuschauerreihen auftauchen.

Auch das Bühnenbild, ist das gleiche wie 1992. „Wir haben immer mal den Gedanken gehabt, es aufwendiger zu produzieren, aber das ist die originale Schnackmanns-Kulisse“, erklärt Backenköhler. Zwei Teile sind von 1992 und die anderen von 1993 oder 1994.

Omas for Future

Das diesjährige Stück heißt „Lebendiger Advent“ oder „Omas for Future“. Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ lieferte die Vorlage.

Oma Schnackmann geht dieses Mal unter dem Motto „Omas for Future“ vor dem Rathaus der Gemeinde Hude protestieren. Mit dabei ist auch der Pastor. Damit die Adventsfeier bei den Schnackmanns trotzdem stattfindet, schickt der Pastor seine neue Kollegin, um die Familie zu unterstützen. Ihr Name ist Birte, und sie soll Schwarz und Weiß tragen.

Während Oma und der Pastor protestieren, bemerkt einer der Söhne der Schnackmanns, dass eine schwarz-weiß gefleckte Kuh im Garten steht. Die Familie dachte, das muss die Birte sein. Der Vater sah das als eine Herausforderung an. Er meinte, dass der Pastor eine Kuh geschickt hatte, weil er glaubte, ohne ihn würde die Familie keine Adventsfeier hinbekommen.

Deshalb wurde die Kuh kurzerhand in die Stube geholt und eine Krippe aufgestellt. Zudem verkleidete sich die Familie passend zum Krippenspiel. Erst als Oma und der Pastor zurückkamen, und den Rest der Familie dabei sahen, wie sie mit der Kuh Weihnachtslieder sangen, löste sich das große Rätsel: Die Kuh war einem Landwirt davongelaufen. Eigentlich sollte Birte, die neue Pastorin der Gemeinde, vorbeikommen und helfen. Die junge Frau hatte sich aber verspätet.

Am Ende wurde alles gut, und die Familie feierte den Advent mit gleich zwei Andachten.

Gefühl der Gemeinschaft

Die rund 210 Zuschauer waren von der Aufführung begeistert. Immer wieder gab es Lacher und am Ende lang anhaltenden Applaus für die jungen Darsteller. Unter ihnen war auch Lucie Rosinke. Sie gehörte das erste Mal zum Ensemble und spielte die Zweitbesetzung der Rolle „Tochter Melanie“. Auch wenn die 15-Jährige nur die Zweitbesetzung war, trat sie am Ende bei vier der insgesamt fünf Aufführungen auf. Lampenfieber kannte sie nicht: „Kurz vorher durchatmen, dann geht das.“ In ihre Rolle konnte sie sich gut einfinden: „Melanie ist in meinem Alter; das hat es leichter gemacht. Auch, dass sie von ihren Geschwistern etwas genervt ist, kenne ich“. Doch besonders gefallen habe ihr die gemeinschaftliche Atmosphäre unter den Schauspielern.
 Das Ensemble: Eike Gruber, Fynn-Lukas Sell, Max Verbeck, Martin Schwarting, Lucie Rosinke, Femke Backenköhler, Birte Wielage, Hanna Bontjes, Enna Schröder, Amelie Langhop, Wiebke Hennies, Nicolas Helms, Lucas Vesper, Mael Kornas, Aaron Ahrens, Erik Nienaber.

Soeke Heykes Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.