Hude Hans-Werner Ellerbrock sammelt Schallplatten. Seine Scheiben kommen aus der Zeit von 1910 bis 1190. Knapp 2000 müssten es mittlerweile insgesamt sein, schätzt er. Da ist nicht nur einiges an verschiedenster Musik zusammen gekommen – sondern damit auch die unterschiedlichsten, schönen, kuriosen, knalligen und biederen Schallplattencover. „Diese Cover sind ein Zeitdokument“, findet Ellerbrock und stellt sein Hobby, die Schallplattensammlung, nun bei „Tischlein deck dich“ in der Bücherei in Hude aus. Bis zum 8. August ist sie zu sehen.

Für Aussteller:

Interessierte Sammler, die den Huder Bürgern ihre Hobbys präsentieren möchten, können sich bei Bibliotheksleiterin Anja Janzen unter  Telefon    04408/6115 melden.

Zu finden ist die Gemeindebibliothek Hude am Vielstedter Kirchweg 15. Geöffnet wird immer dienstags (9 bis 12 Uhr und 15 bis 19 Uhr) und donnerstags (15 bis 19.30 Uhr).

Die Aktion gibt es seit Beginn diesen Jahres. Büchereileiterin Anja Janzen hatte die Idee dazu. Alle Huder sollen beim „Tischlein deck dich“ die Möglichkeit haben, ihr Hobby in der Bücherei zu präsentieren. Vier Wochen lang ist diese kleine Ausstellung dann zu den Öffnungszeiten zu besichtigen.

Große Vielfalt an Covern

Bei der Auswahl seiner Plattencover hat Ellerbrock Titel aus verschiedensten Jahrzehnten gewählt, um eine große Vielfalt auszustellen. „Man erkennt die Trends der verschiedenen Epochen von brav-spießbürgerlich über Pop-Art bis bizarr“, erklärt er. „Auf jeden Fall gibt jede Titelseite von Weitem Auskunft über den Musikstil und Interpreten.“

In Ellerbrocks Ausstellung finden sich wahre Schätze wieder, über die man schmunzeln kann, beispielsweise die typischen spießig gestalteten Schlagercover. Besonders kunstvoll ist eine Platte von Franz Josef Degenhart mit dem Titel „Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen“ aus den 70ern. Auf der Rückseite ist auch der Zeichner dokumentiert. Es ist der Oldenburger Künstler Horst Janssen (1929-1995). So kann man durch Ellerbrocks Sammlung stöbern und die Schallplatten-Hüllen genauer unter die Lupe nehmen, wenn einem ein Cover ins Auge springt. Vielleicht ist die ein oder andere dabei, die man früher selbst im Regal stehen hatte. Neben sehr unbekannten Musikern sind auch Klassiker wie Bob Marley, Elvis und Led Zeppelin darunter.

Wie alles begann

Angefangen hatte alles im Winter 1958, erzählt Ellerbrock. Auf der Hochzeit eines Cousins in Flensburg habe er als Junge Platten auflegen dürfen. „So begann mein Faible für die schwarzen Scheiben“, sagt er. Hinzu kam, dass ihm ein Arbeitskollege seines Vaters häufig alte Schallplatten aus Kneipen schenkte. Einen großen Bestand habe er von seiner Tante Erna bekommen. „Seitdem wuchs die Sammlung Jahr für Jahr“, so der Huder.

Selbst hört Ellerbrock am liebsten Rolling Stones, Beatles und „alles andere aus dieser Ära“. In erster Linie sammele er die Platten wegen der Musik. „Aber die Cover gehören mit dazu“, sagt er, „Sammler legen wert darauf, dass das Ganze stimmt.“

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.