Harpstedt Erna Meyer (80) und Helga Höger (77) gehören zu den Gründungsmitgliedern des Hospizvereins Harpstedt, der seit 2007 Menschen in der letzten Lebensphase Trost spendet und begleitet.

Am Dienstagabend verabschiedete Vorsitzende Elke Kopmann-Cordes Erna Meyer und Helga Höger in der Begegnungsstätte am Tielingskamp aus dem aktiven Dienst des Hospizvereins. Mit einem Blumenstrauß als symbolisches Dankeschön und einer gemeinsamen Runde bedankte sich die Vorsitzende für langjährige Tätigkeit um Trauer und Trost und Begleitung von Sterbenden.

Den Weg in den Hospizverein fand Helga Höger über die selbsterfahrene Hilfe. „Mit dem Tod meiner Mutter konnte ich nicht fertig werden. Erst durch Gespräche im Kurs bewältigte ich den Schicksalsschlag und bemerkte, dass mir das gut tat“, so die 77-jährige. Damit stand für sie auch der Entschluss fest, selbst Menschen in einer solchen Lebenskrise zu helfen. In ihrer Zeit im Hospizverein konnte sie so in drei Fällen im eigenen Umfeld und auch zweimal im Heim Trost spenden.

Ähnlich erging es Erna Meyer. Die 80-Jährige konnte in rund 15 Fällen in Heimen tröstende Worte finden und den Abschied erleichtern. Zweimal half sie mit ihrer Erfahrung auch im Familienkreise. „Ich habe Eltern und Schwiegereltern bis zuletzt betreut. Das bringt einem Stärke, die ich an andere Trauernde weitergeben konnte“, sagte Erna Meyer.

Das Ausscheiden der beiden Sterbebegleiterinnen hinterlässt eine Lücke im Hospizverein. „Wir sind einmal mehr auf Nachwuchs in unseren Reihen angewiesen, um diese wichtige Arbeit vor Ort weiter ausführen zu können“, betonte Elke Kopmann-Cordes.

„Menschen, die bereit sind, eine Ausbildung bei uns im Verein zu machen oder andere, die einfach als Mitglied den Hospizverein unterstützen möchten, sollten sich bei mir melden“, munterte die Vorsitzende zum Mitmachen auf. Sie ist telefonisch unter Telefon   04244/7813 erreichbar.

Daneben ist eine Vorstellung des Hospizvereins in einer öffentlichen Veranstaltung geplant. So konnte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse mit ins Boot geholt werden.

Auch der Gospelchor Harpstedt wird sich an der Veranstaltung beteiligen. „Genaueres muss noch geplant werden“, meinte Elke Kopmann-Cordes abschließend.

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