GANDERKESEE Um vier Bausteine angewachsen ist im vorigen Jahr das komplexe „Gebäude“ des Ganderkeseer Hospizkreises. Am Mittwochabend überreichte Vorsitzender Erich Kurzawski im Rahmen der Jahreshauptversammlung des – inzwischen als gemeinnützig anerkannten – Vereins symbolisch jeweils einen Duplo-Stein an vier Mitarbeiterinnen des Begleitungskreises, die im vorigen Jahr ausgebildet wurden.

Neben der eigentlichen Aufgabe, der Begleitung Sterbender und deren Angehöriger, nahmen Aus- und Fortbildungmaßnahmen 2007 großen Raum ein. Hanna Otter-Sandstedt und Elke Stadler schlossen ihre Ausbildung zur Hospizbegleiterin ab, Christiane Senner und Annett Wienß absolvierten – als erste im Ganderkeseer Hospizkreis – die einjährige Ausbildung zur ambulanten Kinder- und Familienhospizbegleiterin für lebensverkürzt erkrankte Kinder und Jugendliche. Zudem bildeten sich die 26 aktiven (von insgesamt 93) Mitglieder in regelmäßigen Treffen, Supervisionen, Tages- und Wochenendseminaren fort.

26 Sterbende und deren Familien betreute der Hospizkreis 2007 im häuslichen Umfeld, im Heim oder auf Palliativstationen, zusätzlich begleiteten die Mitglieder des 16-köpfigen Begleitungskreises zwei trauernde Angehörige individuell, d.h. außerhalb der Institution von Trauergruppe oder Trauercafé. „Nicht alle Trauernden sind in der Lage, sich in die Gruppe zu begeben“, erklärt Chris Peikert-Baramsky, stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin des Vereins.

Weniger als zwei Jahre nach seiner Gründung konnte der Hospizkreis im April 2007 ein eigenes Büro in den Räumen der regioVHS beziehen. Koordinatorin Linda Bahr steht dort immer dienstags von 16 bis 18, sowie donnerstags von 10 bis 12 Uhr für erste Kontakte und individuelle Beratung zur Verfügung. Außerhalb dieser Zeiten sei die Erreichbarkeit des Vereins über das Einsatzhandy, 0160/99 64 39 44, sichergestellt, so Peikert-Baramsky.

Die engagierte Öffentlichkeitsarbeit des Hospizkreises konnte im vorigen Jahr noch weiter ausgebaut werden. So hat der Verein unter anderem Schautafeln und Namensschilder angeschafft, an seinen offenen Hospizabenden u.a. Vorträge zu den Themen Bestattung, Umgang mit Trauernden und Möglichkeiten des ambulanten Pflegedienstes organisiert sowie an Schulen und bei einem Tag der offenen Tür über die Hospizarbeit informiert. Für seine Präsenz wurde der Verein mit Spenden unter anderem vom Delmenhorster Lions Club, dem Ganderkeseer Schützenbund und der Neuapostolischen Kirchengemeinde Bookholzberg bedacht.

Trauercafés sind für alle betroffenen geöffnet

Zwei Trauercafés bieten Angehörigen und Freunden Verstorbener inzwischen die Möglichkeit, sich in offener Runde auszutauschen. Sie finden alle vier bis sechs Wochen in Ganderkesee und Bookholzberg statt und werden von Ehrenamtlichen des Hospizkreises betreut. Das Angebot ist konfessionsunabhängig und kostenfrei.

Die nächsten Termine: Sonntag, 24. Februar, in den Räumlichkeiten der ev.-meth. Kirche Bookholzberg, Friedensweg 2, und Sonntag, 16. März, im ev. Gemeindehaus, Ring 2, in Ganderkesee. Beide Cafés finden von 15 bis 17 Uhr statt.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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