AHLHORN Sie hat eine ganz besondere Geschichte, die Kirche „St. Petri zu den Fischteichen“ beim Blockhaus Ahlhorn. Die Holz-Notkirche wurde 1949/50 mit Hilfe von Spenden des Lutherischen Weltbundes (USA) in Steinfeld, Kreis Vechta, nach den Plänen des Architekten Otto Bartning erbaut. Sie war eine von 43 Bartning-Notkirchen, die in ganz Deutschland errichtet wurden. Sie wurde später in Steinfeld ab- und am Blockhaus Ahlhorn wieder aufgebaut, wo am 13. Juni 1982 die Einweihung stattfand. Das ist 30 Jahre her.

Daran erinnert Heimatchronist Dirk Faß in einem Kirchenführer, den er zusammengestellt hat, und der in der Kirche ausliegt. „Seit Bestehen des Evangelischen Jugendheimes Blockhaus Ahlhorn bestand der Wunsch, auf dem Gelände ein eigenes Haus für Gottesdienste und Andachten zu errichten. 35 Jahre lang waren diese Veranstaltungen im großen Kaminsaal, auch Blockhaussaal genannt, und auch unter freiem Himmel abgehalten worden“, schreibt Dirk Faß.

Er erinnert an den Kirchenbau in Steinfeld: Als dort im Jahr 1946 immer mehr Flüchtlingstransporte aus Ostdeutschland eintrafen, wuchs die Zahl der Protestanten von 50 auf 1050 Personen an. In dieser Zeit äußerten einige Kirchenmitglieder den Wunsch nach einer eigenen evangelischen Kirche in Steinfeld.

Die Einweihung des Gemeindezentrums mit ihrer Bartning-Notkirche in Steinfeld erfolgte am 16. April 1950 durch Bischof Dr. Stählin aus Oldenburg. Sie diente bis zum 1. Mai 1964 als Gotteshaus. 1964 bekam die Evangelische Kirchengemeinde Steinfeld eine massive Kirche. Die ehemalige Notkirche wurde für die Jugendarbeit genutzt. 1981 wurde der Glockenturm neben der Kirche abgebrochen, und auch die Notkirche wurde zerlegt.

Kirchenbaurat F. Gerdsen schlug dem Oberkirchenrat vor, diese Notkirche auf die Blockhausinsel in Ahlhorn zu versetzen. Eine weitere treibende Kraft hinter dem Projekt war der damalige Leiter des Blockhauses, Rolf von der Dovenmühle, erklärt Faß. „Für das Kapellengebäude fand sich der schönste Platz auf der Blockhausinsel: Auf einer mit Bäumen umgebenen Landzunge, gegenüber der Jungenburg“, schreibt Faß im Kirchenführer.

Am 13. Juni 1982 weihte Bischof Dr. Hans Heinrich Harms das im Ahlhorner Naturschutzgebiet liegende Kirchlein ein. Es erhielt den Namen „St. Petri zu den Fischteichen“. Auch ein kleine Orgel wurde später angeschafft und ein frei stehender Glockenturm aufgebaut.

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