Hude Über dem Klosterviertel ging langsam die Sonne unter, und harmonischer, zweistimmiger Gesang drang aus der Wassermühle. Als die Sängerinnen Isabel dos Santos und Uta Bollwerk auf die Bühne traten, wurde klar: Die beiden sehen sich nicht nur verdammt ähnlich, auch ihre Gesangsstimmen sind kaum voneinander zu trennen. Die Musikerinnen, die Schwestern sein könnten, bilden das Duo „2accord“. Die sympathischen Bochholterinnen begeisterten das Huder Publikum voll und ganz.

Ganz im Stil der Band „Boy“ sangen Uta Bollwerk und Isabel dos Santos durchgehend zweistimmig eigene, hauptsächlich englischsprachige Werke, aber auch Cover, denen sie ihren ganz eigenen Stempel aufdrückten. So interpretierten sie Philipp Poisels „Wie soll ein Mensch das ertragen?“ oder Ed Sheerans „Lego House“ in ihrer ganz eigenen Weise, begleitet von ruhigen gezupften Akkorden auf der Gitarre. Besonders die eigenen Songs überzeugten das Publikum – vor allem das von der gebürtigen Portugiesin dos Santos verfasste „Saudade“. Dazu erklärte sie: „Wir Portugiesen sind ein sehr melancholisches Volk. Wenn wir einmal einen schlechten Tag haben, kann es durchaus passieren, dass jemand von der Brücke springt.“ Für diese Art des Weltschmerzes habe ihr Land ein eigenes Wort nämlich: „Saudade“.

Doch „2accord“ können auch anders. Und zwar fröhlich. In „The Autumn Sun“ freuen sie sich über die ersten Sonnenstrahlen an einem grauen Tag, mit Philipp Poisels „Froh dabei zu sein“ verbreiteten sie gute Laune und auch ihr den schottischen Musikern „Martin & James“ gewidmeter Song ließ die Huder aufhorchen. Bei einem kleinen Mitmach-Part konnten die dann sogar erfolgreich beweisen, dass die Gemeinde durchaus musikalische Fähigkeiten vorzuweisen hat.

Die Musikerinnen, die sich übrigens im Kindergarten ihres Nachwuchses kennengelernt haben, waren aber ohnehin begeistert vom Huder Publikum: „Wir fühlen uns hier sehr gut aufgenommen, das macht total Spaß hier.“

Und mit diesem Fazit standen die beiden Frauen sicher nicht alleine da. Denn gepaart mit dem Auftritt der Nachwuchsmusiker Jannik Hilger, Jannis Boginski, Louis Philipp und Nicola Neumann – den Schülern von Klavierlehrer Josef Barnickel – zum Auftakt, war dieser Konzertabend tatsächlich eine perfekte Symbiose.

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