Heide Oliver Hanke ist glühender Werder-Fan – in guten wie in schlechten Zeiten. Klar, dass da auch „Wärner“ Grün-Weiß trägt und er als Accessoire einzig einen Schal mit dem „W“ in der Raute um den schlanken Ganterhals tragen darf.

Bei seinem Besitzer niedergelassen hat sich„Wärner“ (Nummer 78 von inzwischen 85 Kunst-Gantern) zwar bereits im vorigen Jahr zu dessen 53. Geburtstag – doch erst jetzt hat die Skulptur ihren endgültigen Platz im neuen Garten von Oliver Hanke und dessen Partnerin Gesche Leinweber in Heide gefunden.

Am Samstag präsentierte der glückliche Besitzer seinen Kunst-Ganter zusammen mit Ecco Eichhorn vom Ganderkeseer Verein GanterART und der Friedrichsfehner Künstlerin Stefanie Kramer, die „Wärner“ gestaltet hat. Gesche Leinweber hatte dafür gesorgt, dass ihrem Lebensgefährten sein Traum vom Werder-Ganter erfüllt wurde und hatte Kontakt zu Ecco Eichhorn aufgenommen. Dieser wiederum warb bei der Künstlerin dafür, sich erstmals an einem Ganter zu versuchen.

Über einen Zeitraum von vier Monaten wurde die Plastik beinahe zum Familienmitglied der Kramers. Sie habe eine Weile gebraucht, sich der Form und auch dem Thema anzunähern, berichtet Stefanie Kramer, die üblicherweise mit Acrylfarben und Pastellkreide auf Leinwand arbeitet. Am Ende war sie mit „Wärner“ und seinem zartgrauen Gefieder mit den grünen und orangen Farbakzenten aber mehr als nur zufrieden. „Ich war richtig verliebt!“, sagt die Tischlerin und Architektin aus dem Ammerland über ihre erste Ganter-Skulptur.

Begeistert ist auch Oliver Hanke von seinem Geburtstagsgeschenk. „Ich finde es klasse, dass mit GanterART gemeinnützige Projekte in der Gemeinde unterstützt werden“, sagt der Vater zweier erwachsener Kinder, der zwar in Lemwerder aufgewachsen ist, aber seit 17 Jahren in der Gemeinde Ganderkesee lebt und bereits seit 27 Jahren als leitender Angestellter bei der Spedition Dittmar in Urneburg arbeitet.

Die Liebe zu Werder Bremen währt unterdessen noch länger. 1976 durfte Hanke beim Pfingstturnier in Lemwerder dem damaligen Werder-Torwart Dieter Burdenski die Hand schütteln – da war es um ihn geschehen: Statt ins Kino nach Vegesack fuhr er mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder Thomas kurz darauf heimlich ins Weserstadion. „Wir haben aber nur eine Halbzeit geguckt – mehr trauten wir uns nicht“, erzählt Hanke.

Inzwischen ist er seit vielen Jahren Besitzer von Dauerkarten, die er zumeist mit seinen Kindern, aber auch mit seiner Partnerin oder mit Freunden und Bekannten nutzt. Beim Schnack mit einem direkten Nachbarn aus dem Neubaugebiet „Am Randgraben“ stellte er zufällig fest, wie klein die Welt ist: „Der Nachbar sitzt seit Jahren im gleichen Werder-Block und in der gleichen Reihe, nur acht Plätze entfernt.“

Hanke ist überzeugt, dass der Ganter seinem Verein Glück bringt: Schließlich habe sich Werder im Abstiegskampf befunden, als Stefanie Kramer die mit der Gestaltung der Skulptur begann. „Als der Ganter bei mir gelandet ist, ging es auch mit Werder bergauf“, freut sich der Vollblut-Fan. Auch für den Fall, dass die Mannschaft wieder einmal ins Straucheln gerät – „der Werder-Ganter wird immer bleiben“, versichert Hanke. In guten wie in schlechten Zeiten.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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