Hatterwüsting „Landfrauenverein steckt in der Krise“, so lautete die Überschrift eines Artikels in der NWZ nach der Jahreshauptversammlung der Streekerinnen Ende Februar dieses Jahres. Und das nicht ohne Grund. Da sich keine Nachfolgerinnen für das erfahrene Vorstandsteam um 1. Vorsitzende Marianne Rehling fanden, musste der Verein wohl oder übel seine Auflösung zum Januar 2020 offiziell in die Wege leiten.

„Das war damals beängstigend und ein Schock für uns alle“, erinnerte sich die nicht wieder kandidierende Schriftführerin Gisela van Beeck-Böhne in ihrem Rückblick.

Hinter den Kulissen ging die Suche nach neuen Gesichtern, die sich zutrauen, Verantwortung zu übernehmen, intensiv weiter. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt: Nach einer außerordentlichen, zweiten Jahreshauptversammlung am Donnerstag dieser Woche können die 200 Mitglieder aufatmen. Im Hotel Meiners kam es zu einem Generationswechsel, der wirklich bemerkenswert ist.

Junges Trio

Neue 1. Vorsitzende ist Janniene Köster (45) aus Wüsting, 2. Vorsitzende Anke Hofmeister-Bölk (48, Hatterwüsting) und neue Schriftführerin Julia Addicks (35, Wiemerslande). Komplettiert wird das Team von Kassenführerin Gabriele Fastbinder, die diese wichtige Aufgabe weiterführt. Als Reiseleiterin macht Angela Muck weiter. Beide wurden von den 101 erschienenen stimmberechtigten Frauen in ihren Ämtern bestätigt. Erstmals als Beisitzerinnen arbeiten Sylke Gladen und Jaqueline Schallenberg mit. Die Streeker Landfrauen stellten somit einen der jüngsten, wenn nicht den jüngsten Vorstand im gesamten Kreislandfrauenverband Oldenburg, so dessen Vorsitzende Heide Behrens, die als Gast an der Sitzung teilnahm.

„Ich wollte nicht, dass der Verein untergeht, nur weil keine 1. Vorsitzende gefunden wird“, betont Janniene Köster, die seit acht Jahren Mitglied ist. Auch für ihre Stellvertreterin Anke Hofmeister-Bölk war der akute Notstand des Landfrauenvereins ein Grund, sich aktiv einzubringen, wie sie sagt. „Es geht nicht, dass solch ein Traditionsverein zu Ende geht“, bekräftigt auch Schriftführerin Julia Addicks, die erst in diesem Jahr eingetreten ist.

Auch wenn der Verein in den vergangenen Monaten einen Teil seines Guthabens bewusst abgebaut hat, wie Kassenführerin Gabriele Fastbinder erläuterte, liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch ein Guthaben von etwas mehr 8000 Euro vor. Genug, um optimistisch in die Zukunft zu gehen. Das Veranstaltungsprogramm für das Jahr 2020 ist bereits komplett ausgearbeitet, an der entsprechenden Planungswerkstatt haben Frauen aus dem alten und neuen Vorstand bereits teilgenommen.

„Gutes für die Seele“

Marianne Rehling zog nach 28 Jahren, in denen sie für den Landfrauenverein gearbeitet hat – darunter sechs Jahre als 1. und vier Jahre als 2. Vorsitzende – folgendes Fazit: „Diese Zeit im Ehrenamt hat mein Leben auf vielfältige Art bereichert, sie war lehrreich und anspruchsvoll – etwas Gutes für die Seele.“ Jetzt freue sie sich auf die neue Zeit im Verein und darauf, dass es weitergehe.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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