Harpstedt LD – Sich an ein Stück über Martin Luther zu wagen, setzt Kühnheit voraus“, sagt der große deutsche Regisseur Dieter Wedel. Er hat es getan. Auch Peter Henze, Regisseur aus Arbste bei Asendorf, wagte den Schritt: Zusammen mit 20 Pastoren aus dem Kirchenkreis Syke-Hoya setzte er die moderne Inszenierung „Viva la Reformation – ein Fest für Luther“ in Szene. Nach der riesengroßen Resonanz beim Kirchenkreisfest in Vilsen gibt es eine zweite Aufführung: Am Sonntag, 12. November, 17 Uhr, treten „Luthers Erben“ in der Christuskirche in Harpstedt auf.

In den Hauptrollen sind neben „Gastgeber“ Timo Rucks aus Harpstedt Kirchenmitarbeiter aus dem gesamten Gebiet zu sehen: Kreisjugendpastorin Anja von Issendorff zum Beispiel, Anke Orths aus Heiligenloh-Colnrade oder auch Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder. „Sie alle spielen ein bisschen sich selbst und gleichzeitig auch historische wie erdachte Figuren“, verrät Regisseur Peter Henze.

Nicht nur die Proben waren eine intensive Aufgabe, sondern auch die Auseinandersetzung mit dem Stoff – und mit dem sperrigen Mann im Mittelpunkt. „Er ist ja kein einfacher Held, der Reformator Dr. Martin Luther“, sagt Regisseur Henze.

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Das Spiel ist keine Hommage, die dem Theologen zujubelt. Neben seinem Mut, seiner Reformation von alten Schriften und deutscher Sprache sowie seinem unbeirrten Kampf gegen Obrigkeiten und für eine neue soziale Ordnung werden auch Luthers Schattenseiten beleuchtet: seine Verbissenheit, seine Radikalität, seine Rolle in den Bauernkriegen, seine Äußerungen über Frauen, Juden und Muslime.

Peter Henze hat daraus ein schnelles, modernes Stück geschrieben – „mit Witz, Ironie und Heiterkeit und dennoch kräftigen Worten, laut und berührend, in denen sich eine evangelische Streitkultur offenbart“, erklärt er.

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