Harpstedt Gut erhaltene Haushaltswaren, Tassen und Bastelmaterial: Irmtraud Keppler hatte einen großen Fundus mitgebracht zum vierten Verschenke-Markt mit Saatgutbörse des Klimaschutzprojektes „Freiraum“ am Samstag in der Aula der Harpstedter Grundschule. „Die Dinge wären doch zum wegschmeißen viel zu schade“, sagte sie – und kam zum Thema Nachhaltigkeit mit vielen Gästen ins Gespräch.

So ging es wohl den meisten Besuchern – schenken und sich beschenken lassen. „Der Verschenkemarkt ist ein Flohmarkt ohne Geld“, erläuterte Ruth Große-Wilde, die gemeinsam mit Christina Lambertz die Gäste begrüßte. Große-Wilde bedauerte, dass viele Bürgerinnen und Bürger immer noch Schwellenangst zeigten, wenn es darum geht, Second-Hand-Waren zu nutzen. „In Berlin würde so etwas besser laufen.“

Doch nicht allein Erwachsene verschenkten gut erhaltene Bücher oder Bekleidung: Samira (13 Jahre), Lina, Louis (beide 12) und Alexander (11) hatten Kisten voller Playmobil-Spielzeug mitgebracht – von der Wild-West-Welt bis zum Tierpark. „Vieles haben wir von unserem älteren Bruder“, berichtete Samira. „Vor allem die Ritterburg ist richtig schön.“ Das Quartett war zum ersten Mal beim Geschenkemarkt – und will wiederkommen. Für gute Laune in der Aula sorgte ebenfalls die Musik von Helga Rüthing.

Auf Interesse stieß auch die Saatgutbörse bei Sabina Dalg-Vinken: Besucherin Christine Sperling hatte in Gläsern Samen der Ringelblume, von Stockrosen und Schwarzkümmel mitgebracht. Im Tausch gab es „Jungfer in Grün“, eine Sommerblume mit blauen, auch weißen Blüten, die von Mitte Juni bis September blüht. Gern gab Dalg-Vinken ihr Wissen weiter, zumal sich viele Menschen derzeit für insektenfreundliche Wildblumenwiesen interessieren. In der Saatgut-Mischung sollte der „Bienenfreund“, die „Ochsenzunge“, Kamille und Ringelblumen dabei sein, empfahl die Gärtnerin. Bei den einjährigen Mischungen handele es sich meist um Kulturpflanzen. Wer nachhaltig einen Lebensraum für Insekten und Kleintiere schaffen wolle, sollte mehrjährige Mischungen säen. „Da sollte man aber einen langem Atem haben“, meinte Dalg-Vinken. Gern zeigte sie auch die Wildblumenwiese im Innenhof der Grundschule.
 Die Initiative „Freiraum“ hat fünf Klima-Arbeitsgruppen eingerichtet. Dabei geht es unter anderem um Landnutzung, Mobilität oder Bauen und Infrastruktur. „Für alle Gruppen suchen wir noch Bürgerinnen und Bürger“, berichtete Große-Wilde. Das nächste öffentliche Treffen steht an diesem Montag, 25. März, um 19 Uhr in Hotel „Zur Wasserburg“, Amtsfreiheit 4 in Harpstedt, an.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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