Harpstedt „Vergriffen.“ – Das war bislang die Antwort, wenn in Harpstedt nach Band 1 der so genannten Heile-Chronik gefragt wurde. Seit mehr als zehn Jahren war das Standardwerk über die frühe Geschichte der Samtgemeinde ausverkauft. Bis jetzt. Denn: Zum 100. Geburtstag des 2007 verstorbenen Gemeindedirektors, Archivars und eben auch Heimatchronisten Dirk Heile hat die Samtgemeinde Harpstedt mit Unterstützung des Geschichtsvereins einen Nachdruck herausgebracht.

Harpstedter Flecken-Geschichte in Büchern beleuchtet

Neben der Heile-Chronik sind im Kassenbereich des Amtshofes, Amtsfreiheit 1 in Harpstedt, weitere Bücher zu geschichtlichen Themen des Fleckens Harpstedt erhältlich. Nämlich:

„Schwierige Zeiten“, Harpstedt zwischen Kriegsende und der Währungsreform, von Dr. Jürgen Ellwanger. In diesem Buch kommen Zeitzeugen zu Wort. 22 Euro.

„12 Jahre, Harpstedt im Nationalsozialismus“, von Dr. Jürgen Ellwanger. Dieses Buch erinnert an die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bis zum Ende der Kampfhandlungen 1945. 20 Euro.

500 Jahre Bürgerschützen Harpstedt von 1509, von Dr. Jürgen Ellwanger in Zusammenarbeit mit Hans-Peter Hellbusch, 32 Euro.

Verkauf: zu den Öffnungszeiten des Amtshofs (Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr; Montag 14 bis 16 Uhr; Donnerstag 14 bis 17 Uhr).

„Der Nachdruck sieht ja fast besser aus als das Original“, staunte Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse über die Qualität des blauen Buchs. Ansonsten ist kaum ein Unterschied auszumachen: „Irgendwo war ein Satzfehler, den haben wir auch übernommen“. Neu ist nur ein Vorwort, das der Samtgemeindebürgermeister verfasst hat.

Die Idee, das Standardwerk zum 100. Heile-Geburtstag (6. Oktober) nachzudrucken, stammt aus dem Archiv der Samtgemeinde. Eine Druckvorlage gab es nicht mehr, berichteten die Archivpfleger Günter Kastendieck und Friedrich zur Hellen, die einige Vorarbeit leisteten. Das Druckhaus Lampe übernahm das Digitalisieren – und die Nachbearbeitung.

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Insgesamt lagen die Kosten für das Erstellen von 100 Exemplaren bei rund 4500 Euro, berichtete der Samtgemeindebürgermeister. 1500 Euro steuerte der im August 2016 gegründete Geschichtsverein Samtgemeinde Harpstedt bei. Das habe man nur leisten können, weil der Verein selbst mit 2200 Euro jährlich von der Avacon großzügig unterstützt werde, sagte Vorsitzender Uwe Cordes.

Das neue alte Buch kostet 30 Euro. Es sei nicht wissenschaftlich geschrieben, „man kann es auch abends im Bett lesen“, sagte zur Hellen. Auch das Alltagsleben werde beleuchtet, ergänzte Kastendieck. Heile habe nach seiner Tätigkeit als Gemeindedirektor (1946 bis 1974) quasi „sein Rentnerleben hier im Keller und in anderen Archiven“ verbracht, um das respektable Werk zu schreiben.

Band 1 der „Chronik der Samtgemeinde Harpstedt“ umfasst 15 Kapitel. Beginnend mit der Jungsteinzeit, werden die Bronzezeit, die vorrömische Eisenzeit, die römische Kaiserzeit bis zur Völkerwanderung, die Zeit bis zur Christianisierung, die Karolingerzeit sowie die Epochen bis zum Tode des Oldenburger Grafen Anton Günter (1667) beleuchtet.

Band 2 schließt sich zeitlich an. Er beschreibt die Geschichte der Samtgemeinde bis 1950. Dieser Band ist nach wie vor erhältlich und kostet ebenfalls 30 Euro.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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