Harpstedt Niels Grundmann sitzt auf dem Steg am Burggraben des Amtshofes in Harpstedt. Seine Spiegelreflexkamera richtet er auf die Wasseroberfläche, in der sich Wolken, Bäume und andere Objekte wie in einem Spiegel zeigen. Er drückt auf den Auslöser. Fertig. Ein Motiv von insgesamt sechs vorgegebenen Themen hat er im Kasten.

So wie Grundmann, der eigens aus Stade nach Harpstedt anreiste, ging es am Samstag weiteren sechs Fotomotivsuchern aus dem Umkreis. Sie alle nahmen an der ersten Fotorallye des Vereins Kunst und Kultur (KuK) Harpstedt teil.

Diese erste KuK-Fotorallye hatte Ina Schulz auf die Beine gestellt. Im FreiRaum gleich neben der Eisdiele in Harpstedt begrüßte sie dazu die sieben Teilnehmer und stellte ihnen die Bedingungen für die Aktion vor.

Ausgewählte Themen waren „Spätsommer – trägt heute Komplementärfarben“, „Eingerahmt – der natürliche Rahmen“, „Spiegelungen und Reflexionen“, „Durchblick – Risse, Löcher … durchschauen, entdecken, neugierig machen“, „Parallelen – in Reih’ und Glied, einer nach dem anderen und hübsch geordnet“ sowie „Eisenbahnnostalgie – Du bist ,am Zug’!“.

Weitere Bedingung war die zeitliche Begrenzung auf sechs Stunden. Spätestens um 17 Uhr mussten im FreiRaum die sechs Bilder auf einem Chip abgegeben werden – allesamt unbearbeitet und vor allem alle auch in der zeitlichen Reihenfolge der aufgeführten Themen.

„Das macht die Sache zur besonderen Herausforderung“, meinte Schulz. Für Grundmann war die Fotosafari schon nach vier Stunden beendet. „Die längste Zeit, etwa zweieinhalb Stunden, habe ich auf den ersten Themenkomplex ,Spätsommer‘ verwendet“, meinte der Stader. Über Socialmedia und auch den Kontakt zu Schulz – beide sind in einer Fotogruppe befreundet – war er auf die erste KuK-Fotorallye aufmerksam geworden.

„Lange habe ich nach dem richtigen Motiv im Sinne der Komplementärfarben gesucht und dann in einem Strauch mit roter Beere gefunden, andererseits in einem roten Pilz am Waldboden“, sagte der Hobbyfotograf. Nun habe er die Wahl, welches Motiv wohl am besten ist.

Letztendlich wird darüber eine vierköpfige Jury entscheiden. Neben Schulz begutachten deren Schwester Astrid, beide sind Hobbyfotografinnen, KuK-Vorsitzender Götz Rohde sowie Eike Harnisch die eingereichten Arbeiten. „Vorgesehen haben wir die Bekanntgabe der Siegerfotos am Sonnabend, 7. Oktober“, so Schulz. Die jeweils beste Arbeit aus den sechs Kategorien wird in der Harpstedter Buchbinderei Menges im Schaufenster ausgestellt.

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