Bergedorf Auch die zwölfte Auflage des Bergedorfer Klosterfestes wurde den Erwartungen voll gerecht: 1500 Besucher schauten sich am Sonntag altes Handwerk an, genossen selbst gemachte Spezialitäten – oder ließen sich mit Musik unterhalten.

„Das Wetter ist optimal, die Leute können in gemütlicher Atmosphäre unter den Bäumen sitzen“, zeigte sich Veranstalter Gerd Logemann zufrieden. Für die gemütliche Atmosphäre sorgte auch Musiker Fred Molde mit Akkordeon und Keyboard. Gegen 14.30 Uhr hatte er jedoch eine kleine Pause, als die Jagdhornbläser aus der Sager Heide spielten.

An den zahlreichen Ständen konnten die Besucher etwas über handwerkliche Berufe erfahren. Herbert Dietrich, Steinmetz in Ganderkesee, zeigte, wie eine Inschrift in einen Stein gemeißelt wird. Die Situation der Branche beurteilte er kritisch: „In den letzten 20 Jahren hat sich die Anzahl der Steinmetz-Betriebe bundesweit auf 5200 halbiert.“

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Aus Butjadingen kamen die „Budjenter Spinndönz“ mit neun Spinnerinnen und einem technischen Leiter, der die Geräte repariert. „Wir treffen uns alle 14 Tage und sind auf vielen Märkten. Beim Klosterfest sind wir seit 2004 dabei, weil wir Gerd Logemann kennen“, sagte Annegret Martens.

Zum ersten Mal dabei war Christoph Machura aus Huntlosen. Er betreibt eine Sport- und Bewegungsschule für Mensch und Pferd und stellte die sogenannte „Faszienrolle“ vor – ein Massagegerät, welches auf den ersten Blick ähnlich wie ein Nudelholz aussieht und unter anderem Verspannungen bei Menschen und Tieren lösen soll. Der Kontakt kam durch eine solche Therapie zustande: „Wir haben die Kühe von der Tochter von Herrn Logemann behandelt und wurden gefragt, ob wir Interesse hätten“, sagte Machura.

Veranstalter Gerd Logemann freute sich besonders über das Klosterbier, welches von der Brauerei Bannas aus Wildeshausen ausschließlich für das Klosterfest gebraut worden sei. Dies kam auch bei den Besuchern sehr gut an: „Das Bier schmeckt sehr lecker“, urteilte Birgit Reich aus Hatten.

Sie ist zusammen mit ihrem Mann mit dem Rad gekommen: „Wir kennen das Fest und kommen gerne hierher. Außerdem ist es ziemlich informativ, so viele Handwerker sieht man nicht jeden Tag“, sagte Reich.


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Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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