HUDE /OLDENBURG Das von der Huder Togo-Gruppe getragene Kinderhaus „Frieda“ in Lome stellt ein vorbildliches Beispiel humanitärer Hilfe für die ärmsten Kinder in einem armen Land dar. Das zeigt sich auch am kommenden Sonnabend, 1. November, beim 1. Oldenburger Afrika-Tag, der unter dem Motto „Undugu – Freundschaft“ um 11 Uhr im Neuen Gymnasium in Oldenburg (Alexanderstraße 90) eröffnet wird. Mitglieder der Huder Togo-Gruppe haben den Tag gemeinsam mit anderen Vereinen, Gruppen, Organisationen und Schulen, die sich für Afrika engagieren, vorbereitet. Die Togo-Gruppe stellt ihre Arbeit an einem Informationsstand vor, zudem präsentiert Wolfram G. Hartrampf das Kinderhilfsprojekt für Aidswaisen gemeinsam mit Gudrun Addicks-Heise und Hans-Ulrich Hoss ab 18 Uhr in einem Vortrag.

Das Kinderhaus „Frieda“ beherbergt derzeit 19 Waisenkinder im Alter von vier bis 13 Jahren. Sie bekommen dort das, was noch so vielen Kindern in Afrika fehlt: Unterkunft, Nahrung, Gemeinschaft, Bildung und ärztliche Betreuung. Sie lernen, ihre bedrückende Vergangenheit zu überwinden und mit dem Verlust von Eltern und Geschwistern umzugehen.

Das Kinderhaus „Frieda“ gründet sich auf eine Initiative der Geschwister Bernade und Wolfram G. Hartrampf. Der im Februar 2003 verunglückte Ehemann von Bernade Hartrampf-Yovogan, Koffi Yovogan, hatte seiner Frau und der gemeinsamen Tochter Frieda ein kleines Grundstück in der togolesischen Hauptstadt Lome hinterlassen. Mit diesem Grundstück und einem Geldbetrag, der bei der Beerdigung Koffis gesammelt wurde, gründeten die Hinterbliebenen das Projekt zur Betreuung von Aids-Waisenkindern. Mit Hilfe des Vereins für Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ) wurde 2004 die „Association Aide Aux Enfants Orphelins Du Sida“ als afrikanischer Trägerverein für das Waisenhaus aus der Taufe gehoben. In Zusammenarbeit mit DAZ begann im Sommer 2005 der Bau des Kinderhauses. So entstanden zwei Gebäude mit jeweils zwei Schlafräumen für sechs Kinder und einem Zimmer für eine Kindermutter. Außerdem gibt es ein Wirtschaftsgebäude mit Küche, Vorratsraum und einem Wohn-/Esszimmer für alle. Im September

2007 begann der Bau eines großen Pavillons und eines Gebäudes mit Verwaltungsraum, zwei Praktikantenzimmern und einer Computerschule. Diese Bauten sind inzwischen fertig.

Aktuell dreht die derzeitige Praktikantin Johanna Kastner einen Film über das Leben der Kinder im Haus „Frieda“. Sie hat Mediengestaltung in Weimar studiert. Der Film will dazu beitragen, potentielle Geldgeber und Paten zu finden, die das Kinderheim oder auch andere ähnliche Projekte in Afrika unterstützen.

Paten gesucht

Die noch freien fünf Plätze im Kinderhaus sollen belegt werden, sobald Patenschaften übernommen worden sind. Die Kosten für den Lebensunterhalt belaufen sich auf monatlich 50 Euro pro Kind. Für medizinische Versorgung und schulische Ausbildung werden zusätzlich 30 Euro benötigt. Spenden werden über den Verein „Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit“ gesammelt (Konto 232008256 bei der Sparkasse Vorpommern, Bankleitzahl 150 505 00). Auskünfte gibt Wolfram G. Hartrampf, 04408/6935.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.