IMMER Seit 1972 singen Frauen und Männer gemeinsam. 20 Jahre später hat Dietrich Stobbe den Chor übernommen.

Von Markus Minten IMMER - Auch wenn die Singgemeinschaft Immer gerne mal plattdeutsche Lieder singt und diese beim Publikum immer gut ankommen, ist Chorleiter Dietrich Stobbe kein großer Freund von ihnen. „Wenn die ein plattdeutsches Lied singen, habe ich ein paar Wochen Arbeit, die richtige Aussprache bei hochdeutschen Liedern wieder reinzukriegen.“ Und gerade das passt nicht zum guten Ruf des Singkreises, dem man nachsage, dass „er eine sehr deutliche Aussprache hat und gut zu verstehen ist“, wie Chorleiter Stobbe nicht ohne Stolz betont. Doch seien nicht nur die Stimmen gut, auch die Stimmung in der Gruppe ist ausgezeichnet.

Seit 1972 gibt es einen gemischten Chor in Immer, zuvor war das gemeinschaftliche Singen den Herren vorbehalten: Bereits 1907 hatte sich ein Männergesangverein gegründet, der sich mangels Nachwuchs Anfang der 70er Jahre auch Frauen öffnete. Längst kommen die Mitglieder im Alter von Mitte 20 bis Ende 60 auch nicht mehr nur aus Bürstel und Immer. Genug von ihnen hat Dietrich Stobbe dennoch nicht: „Ich wünsche mir, dass die Neubewohner aus Immer und Bürstel auch zum Chor kommen. Wir könnten 40 bis 50 aktive Sänger sein.“ Und einen speziellen Wunsch hat er auch noch: „Einige Soprane wären schön.“

Neu ist mit der Übernahme des Chores durch Stobbe 1992 einiges geworden: so auch das Einsingen. „Als ich das erste Mal damit begann, haben mich alle für verrückt erklärt“, blickt er zurück. Heute wollen seine Sänger nicht mehr ohne.

Mittlerweile hat der Chor ein 200 Stücke umfassendes Repertoire, das Stobbe so zusammenfasst: „Moderne, leichtere und unterhaltsame Musik – dabei aber eine Literatur, die nicht jeder singt“. Gesungen wird ausschließlich „a cappella“, weil „Tonunsauberkeiten herauskommen, wenn sich die Sängerinnen und Sänger an die Musikstimme anlehnen“.

Der Chorleiter ist es auch, der neue Lieder vorschlägt, doch räumt er seinen Sängern immer ein Mitspracherecht ein. Und wenn ein Stück mal nicht klappen will, „wird es nicht reingeprügelt“, betont Stobbe. „Dann wird es weggelegt und später ein neuer Versuch gestartet.“

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