Wildeshausen „Wer offen ist, kann mehr erleben“, stand in bunten Lettern auf Bannern und wurde an jeder Ecke umgesetzt: Wer offen war für Neues, konnte kulinarisch viel erleben am internationalen Büfett mit Spezialitäten aus aller Herren Länder; wer offen war für Miteinander, konnte gemeinsam viel erleben bei Kreativ- und Spielaktionen, Vorführungen und Infoangeboten. Das alles bot am Sonntag das „Familienfest der Kulturen“ am und im Jugendzentrum „JottZett“, mit dem sich der Präventionsrat der Stadt Wildeshausen an der bundesweiten Interkulturellen Woche beteiligte.

Ein Begegnungsfest, das angesichts des guten Zulaufs vor allem am Nachmittag Imke Schmidt vom Präventionsrat strahlen ließ. „Es ist rundum gelungen, der Zulauf bunt gemischt. Über den Tag waren sehr viele Leute da.“ Auch die Unterstützung etwa durch „Arbeitskreis Integration“, Integrationslotsen, Frauenabend des „Treffpunkts Mittendrin“ und Helfer sei toll gewesen: „Fast alle haben sofort gesagt: Wir machen mit.“ Eine Neuauflage konnte sich Schmidt denn auch gut vorstellen, dann vielleicht gar mit noch mehr Vereinen und Gruppen, die sich mit einbringen: „Ich hoffe, dass es ein Selbstläufer wird.“

Buntes Programm

Eine derjenigen, die das „schöne Angebot“ beim Familienfest nutzen wollten, war die Wildeshauserin Birte Löwensen, die mit ihren Kindern Arn Mattis (5) und Rynja (2) vorbeischaute. Nicht nur ein Stopp am Polizeiauto war „Pflicht“, wo sich die Kleinen mit Kelle und Funkgerät fotografieren lassen konnten – ebenso Bewegungsspiele des VfL oder die Holzwerkstatt bei der VHS. Zudem bot die Volkshochschule in ihrem EDV-Raum die Möglichkeit, sich an Fragen des Einbürgerungstests mal selbst zu versuchen, was auch Dr. Gaby Walther tat, „um zu sehen, wie schwer es ist“. Aber auch ausländische Frauen schauten vorbei – und erhielten bei Bedarf auch gleich Tipps für vorbereitende Sprachkurse. Denn, so Dozent Gerd-Reiner Radunz: „Es ist für Migranten schon sprachlich oft nicht einfach, den Test zu verstehen.“

Keine sprachlichen Barrieren gab es bei Tanzdarbietungen des SC Wildeshausen oder Musik von Samba-Gruppe Accompaso und Blasorchester Blow. Anziehungspunkte waren ebenso die Show von Friedrich dem Zauberer, die Kinderschminkecke oder das Basteln von Wutbällen. Zum Stift griffen – wie viele – Fezic und Fezic (7): Sie machten mit beim Malen von Menschenbildern. Daraus soll eine Menschenkette entstehen, die als Symbol fürs bunte Miteinander anschließend im Stadthaus zu sehen sein soll.

Derweil herrschte steter Andrang auch am Büfett, für das Frauen des Frauenabends sowie Integrationslotsen eifrig Leckereien aus ihrer Heimat gekocht hatten: von polnischem Gemüsesalat über Reis mit Huhn aus dem Irak oder türkische Teigfladen bis zu kolumbianischem Hühnchensalat. Malte Neuburg und Valdrin Stublla, im freiwilligen sozialen Jahr beim VfL, ließen sich gleich mal eine bunte Mischung der zumeist fremden Köstlichkeiten auf den Teller geben: „Schmeckt sehr gut.“

Bürgermeister eröffnet

Eröffnet hatte das Familienfest am Vormittag Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. „Es kommt darauf an, dass wir, auch wenn wir aus unterschiedlichen Kulturen kommen, zusammenfinden.“

Astrid Kretzer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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