Großenkneten Als Pastor Dietrich Jaedicke zu Beginn seiner Predigt das Engagement und die Zuverlässigkeit des langjährigen Chorleiters Lothar Schmincke würdigt und sich auch bei dessen Frau Monika bedankt, brandet spontan Applaus auf. „Genauso habe ich mir das gewünscht“, so der Theologe. Und: „Warum nicht auch einmal während der Predigt klatschen?“ Nach gelungenen musikalischen Darbietungen sei das ja schon üblich.

Es war ein besonderer Gottesdienst am Sonntagmorgen in der St.-Marien-Kirche zu Großenkneten: Nach 17-jähriger Tätigkeit als Leiter des Kirchenchores gab Lothar Schmincke das Amt ab. Der 67-jährige, ehemalige Finanzbeamte möchte mehr Zeit für die Familie und private Unternehmungen haben. Den Kneter Männerchor werde er weiter leiten, sagte er.

Am 15. Januar 2001 hatte Schmincke die Leitung des Kirchenchores übernommen und diesen quasi zu neuem Leben erweckt. Wöchentlich leitete er montagabends die Proben, wirkte in zahlreichen Gottesdiensten mit, gestaltete die Abende der Begegnung musikalisch und organisierte das traditionelle Adventskonzert der Großenkneter Chöre – um nur einige Aktivitäten zu erwähnen. Die „unendliche Geduld“ Schminckes habe ihn beeindruckt, sagte Jaedicke, selbst Sänger im Chor. „Du warst niemals böse, wenn es mal irgendwo gehakt hat.“

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Die Musik stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes: Leider habe das aktive Singen als Ausdruck der Gedanken und der Gefühle nachgelassen, bedauerte der Theologe in seiner Predigt. Die Kirche habe die große Chance, das aktive Musizieren und Singen zu fördern. „Liebe Gemeinde, sing!“, lautete sein Appell. Und weiter: „Lasst nicht nach im Singen!“

Fünf Gründe führte Jaedicke an, warum Kirche und Musik zusammenpassen:   Kirchenlieder sind eine gesungene Bibel.   Kirchenlieder sind ein tönender Katechismus.  Kirchenlieder sind ein klingendes Kirchenjahr.  Kirchenlieder sind musikalische Andachten. Und  Kirchenlieder sind lebendiges Kulturgut.

Die Kirchenmusik sei ein großer Schatz. „Wir dürfen nicht aufhören, ihn zu pflegen“, sagte Jaedicke. Weil die Gemeinde noch auf der Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Schmicke ist, appellierte er an die Mitglieder des Kirchenchors, nun nicht auseinanderzugehen.

Auch Schmincke erklärte, der Chor sei bestens aufgestellt: „Ihr seid gut in Form!“ Er sei immer gern zu den Übungsabenden gekommen. Alle hätten stets ein Lächeln im Gesicht. Dankbar sei er zudem, dass er die Musik zu den Gottesdiensten, an denen der Kirchenchor beteiligt war, selbst aussuchen konnte. Jaedicke überreichte Blumen und einen Präsentkorb. Darin war unter anderem ein Buch. Der Titel: „Musik ist die Sprache der Engel“.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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