Großenkneten Familientreffen beim Bürgerfrühstück in Großenkneten: Ingrid Witte hat am Sonntag ihre Liebsten um sich geschart und saß mit 14 Personen am Tisch. Für jeden hatte sie ein blau-weißes oder rot-weißes Lätzchen genäht – und das mit persönlicher Note. Jeder fand den ersten Buchstaben seines Vornamens auf seinem Lätzchen. Und so saßen vier Generationen an einem Tisch: Manuel war mit 2,5 Jahren der Jüngste, Irma Pihsors mit 98 die Älteste. Gekommen waren die Familienmitglieder nicht nur aus Kneten, sondern auch aus Sandkrug, Oldenburg, Wildeshausen und Ahlhorn.

Zum Glück nicht so heiß

430 Personen saßen nach Auskunft von Rainer Kues, Vorsitzender des veranstaltenden Bürgervereins Großenkneten, beim vierten Bürgerfrühstück an den langen Tischen auf der Hauptstraße. Vor drei Jahren seien es an die 500 gewesen. Manche hatten Pavillons und Sonnenschirme mitgebracht – angesichts der Hitze der jüngsten Vergangenheit eine kluge Entscheidung. Doch am Sonntag konnte man es auch gut ohne Schirm draußen aushalten.

„Wir nehmen regelmäßig teil“, sagte Werner Claußen aus Sage, der Familie und Nachbarn zum Bürgerfrühstück gekommen war. „Das ist mal war anderes hier.“

Geselligkeit geschätzt

Sigrid Meyer schätzt die Geselligkeit beim Bürgerfrühstück. Und Stefan Meyer beschreibt die Veranstaltung „als etwas ganz Besonderes“. So sehen das auch die Anlieger aus dem Binsenweg, allesamt auch Mitglieder im Bürgerverein. Sie lobten die Organisatoren für ihr Engagement.

Wie die anderen Teilnehmer des Bürgerfrühstücks, hatten auch sie ihr Geschirr sowie Kaffee in Thermoskannen selbst mitgebracht. Brötchen, Aufschnitt, Käse und andere Leckereien gab es an zwei Büfetts. Dafür hatten die Damen des Frauen-Netzwerkes Großenkneten mit Elke Coorßen, Anke Hesselmann, Wiebke Kues, Monika Rowold, Elke Dicke, Kerstin Deye, Liesel Oltmann und Marie-José Niehsen gesorgt.

Nicht fehlen durfte beim Frühstück das Rührei. Der Sache hatten sich Helwig Potthoff, Heinz-Dieter Barge, Peter Stöhr, Heinz Oltmann-Janßen und Horst Fiebig vom Bürgerverein angenommen. „Wir verarbeiten über 1000 Eier“, sagte Potthoff. Ähnlich groß war die Zahl der Brötchen.

Am Sonntag waren 30 Helferinnen und Helfer am Werk. Erstmals engagierten sich auch zwölf Landjugendliche. Sie bauten Tische und Bänke für rund 500 Personen auf- und später wieder ab. Dafür durften die jungen Leute gratis frühstücken. Ansonsten zahlten Erwachsene acht Euro, Kinder vier.

Damit sich auch die Kinder vergnügen konnten, hatte Thomas Bendfeldt vom Bürgerverein ein Karussell aufgebaut. Später brachte er es zum Bürgerpark, wo das Niedersachsen Sound Orchester anlässlich des Gartenkultur-Musikfestivals spielte.

Gottesdienst am Anfang

Begonnen hatte das Bürgerfrühstück um 9 Uhr mit einem Gottesdienst auf einer Fläche neben der Hauptstraße – gestaltet von Pfarrer Dietrich Jaedicke, Lektorin Dorothee Breger, Rainer Kues sowie dem Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Gemeinde. Der Gottesdienst war mit dem Stichwort „miteinander“ überschrieben. Jaedicke betonte die Bedeutung eines Miteinanders in einer sozialen Gesellschaft. Dabei spiele Integration eine wichtige Rolle – in Vereinen, in der Nachbarschaft, von Neubürgern und Geflüchteten.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, bilanzierte Kues das vierte Bürgerfrühstück, das immer am ersten August-Wochenende stattfindet. Mehr gehe immer, aber es seien ja noch Ferien und es gebe noch andere Veranstaltungen.


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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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