WARDENBURG Die Wardenburger Marienkirche strahlt seit Dienstag in einem neuen, Terrakotta-farbenen Ton. Das Baugerüst und die Plastikfolie, die seit August 2011 den Blick auf das Gotteshaus während einer achtmonatigen Sanierungsphase verhindert hatten, sind am Montagabend abgebaut worden.

An die ungewohnte Farbe der seit Jahrzehnten grauen Marienkirche wird sich der ein oder andere Wardenburger vielleicht erst noch gewöhnen müssen. Abgesegnet worden ist sie unter anderem von der Oldenburgischen Landeskirche und der Denkmalschutzbehörde, die Farbe sei durchaus typisch für Kirchen, sagt Gerd Bischoff, Mitglied im alten und neuen Wardenburger Gemeindekirchenrat: „Die Farbgebung ähnelt jetzt der alten Osternburger Kirche“, sagt er. Hintergedanke sei auch eine farbliche Angleichung an den Glockenturm der Kirche gewesen.

Eine Oldenburger Fachfirma hat in den zurückliegenden Monaten den alten grauen Putz erneuert, Dachpfannen und sämtliche Dachrinnen und Kupferrohre sind ausgetauscht worden. Der stellenweise stark beschädigte Schlämmputz wurde vor dem Anstrich ausgebessert. Wegen der schlechten Witterung im Winter nahm dies mehr Zeit in Anspruch, als ursprünglich erwartet.

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Bis Ende Mai wird nun noch das alte Fundament auf Schäden überprüft und das Pflaster vom alten Glockenturm bis zum Parkplatz hinter der Kirche erneuert. Außerdem legen die Arbeiter einen Rundweg um die Kirche an, der aus einer wassergebundenen Deckschicht besteht. Der neu gewählte Gemeindekirchenrat wird auf seiner Sitzung im Juni über weitere angedachte Sanierungsschritte im Innern der Kirche beraten. Unter anderem besteht beim Beheizen des Gotteshauses noch Optimierungsbedarf. Anfang 2010 ist zwar der alte Heizkessel ausgetauscht worden, aber die alten Heizkörper stehen noch. Mit einem neuen Röhrensystem oder alternativ in den Boden eingelassenen Schächten soll künftig eine bessere Verteilung der warmen Luft erreicht werden. Das Thema bedarf aber noch genauer Planung. „Zu viel Wärme schadet der Orgel“, erinnert Bischoff.

Die Wardenburger Kirche ist 1517 (Beginn der Reformation) zum ersten Mal in historischen Berichten als eine große Kirche mit weitleuchtendem Kupferdach erwähnt worden, heißt es in einem geschichtlichen Abriss der ev. Kirchengemeinde. 1524 wurde die erste evangelische Predigt in Wardenburg gehalten. 1538 im Krieg zwischen dem Grafen von Oldenburg und dem Bischof von Münster (die Münstersche Fehde) brannte die Marienkirche bis auf das südliche Schiff ab. Was noch vorhanden war, wurde geplündert. Erst 1578 wurde der Restrumpf restauriert und unter anderem die heutige Nordseite neu aufgezogen.

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Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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