WILDESHAUSEN Die „Stina“ vom Bruns-Hof hat den Dreh’ raus: In Windeseile schneidet sie aus dem Apfel einen Stern, einen „Zauberapfel“ eben. Nicht allein Gästeführerin Kerstin Bruns wusste am Sonnabend die mehr als 60 Teilnehmer zu begeistern. Die gut zweistündige „Erlebnisführung“ anlässlich des 15. Jahrestages der Gästeführungen des Verkehrsvereins Wildeshausen wurde bei bestem Wetter ein optischer und akustischer Genuss.

Bruns sprach in ihrer Begrüßung von einem „ganz besonderen Tag“. Franz Kramer und Bernhard Hoyng hatten 1995 die Idee, die Gästeführungen auf feste Beine zu stellen. Peter Hahn, profunder Kenner der Wildeshauser Historie, bildete ein Jahr später die ersten 18 Gästeführer an der VHS aus und machte ihnen „Geschichte schmackhaft“. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Noch 2011 werde der 55 000 Teilnehmer einer Gästeführung erwartet und in Kürze die 500. Gruppe für einen „Meisterbrief“.

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi würdigte das fundierte Wissen und das exzellente Auftreten der derzeit 17 Gästeführer. Es gebe beispielhafte Aktionen im Rahmen des Austausches mit den Partnerstädten. Die Gästeführer seien sogar so kompetent, Sehbehinderten die Stadtgeschichte lebhaft zu vermitteln. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen Fremdenführern mit einem Präsent. Auch Gerold Ratz, Vorsitzender des Verkehrsvereins, würdigte das ehrenamtliche Engagement.

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„Kommen Sie mal langsam mit“, rief Bruns zum Bummel durch die Stadt auf. Ursula Klawonn, ebenfalls in historischer Tracht, verteilte vor dem Gerberwappen in der Burgstraße „Denkzettel“ mit Sprüchen wie „Ihm juckt das Fell“. Als Lickenberg-Witwe empfing Karola Müller die Gruppe, darunter Gästeführer aus Großenkneten und Dötlingen, auf der Burgwiese. Sie gestattete einen Griff in die Schatztruhe. An der Hunte in Zwischenbrücken kredenzte Irmtraud Petermann einen Schnaps des Anwärterförderkreises zur Königskompanie (AFK) der Schützengilde.

Als „einen der besinnlichsten Orte der Stadt“ lobte Jakob Rauschenberger den Park an der Ostseite der Alexanderkirche. In Anspielung auf die Wildeshauser Heringsabgabe ans alte Gogericht servierte er Fischhäppchen. Auch Ute Schwarting, Waltraud Förster, Petra Ostermeier und Peter Hahn ließen Geschichte lebendig werden. Zum Glockenspiel war die Gruppe wieder auf dem Marktplatz. Zu einer für ihn ungewohnten Zeit trat Nachtwächter Reinhard Drubel aus dem Rathaus. Gemeinsam sang man ein Nachtwächterlied. „Ich habe viel Neues gesehen“, sagte Ulla Evers aus Dötlingen. Gemeinsam mit Gerda Diers und Anni Fuchs aus Neerstedt hatte sie erstmals an einer Gästeführung teilgenommen.

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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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