WILDESHAUSEN 1946 war der MGV Euphonia nach den Kriegswirren wieder auferstanden. Chorleiter August Schuhmacher hatte den Taktstock fest im Griff. Er und der gewählte Liedervater Johannes Kern brachten die Euphonen in die richtige Sangesspur. Schon 1948 erfolgte die erste Einladung zum Sängerfest in Bassum. 1951 hatte der Chor schon 51 Mitglieder. Aber nicht nur der Gesang, auch die Geselligkeit wurde wieder populär.

Im August 1950 hatte Wildeshausen seine Sensation. Die beiden Männergesangvereine „Liedertafel” und „Euphonia” trafen sich zu einem Fußballwettkampf auf dem Sportplatz an der Harpstedter Straße. Da waren die Männer noch kampferprobt und jung.

1953 feierte die Wildeshauser Schützengilde ihr 550-jähriges Bestehen. Die Wildeshauser Chöre sangen am Abend auf der Burgwiese das „Niederländische Dankgebet“. Nun waren die Euphonen wider fest installiert und hatten 1953 bereits 21 gesangliche Auftritte. So wurde auch 1957 das 64. Bundessängerfest des Sängerbundes „Harmonia” Vechta in Wildeshausen in Verbindung mit dem 75-jährigen Bestehen des MGV Euphonia gefeiert.

Im März 1972 legte Johannes Kern nach 26 Jahren sein Amt als Liedervater nieder und übergab dieses nach Wahl an Herbert Scharmann. Johannes Kern verunglückte drei Monate später beim Gildefest tödlich.

1976 löste auch August Schumacher seinen Chorleitervertrag und übergab seinen Posten an den Lehrer Heribert Warnking aus Lutten, den dieser bis 1981 inne hatte. Im Jubiläumsjahr der Euphonen, 1982, dirigierte diese der Lehrer Jürgen Kintzel. Er scheute, wie auch alle Euphonen, keine Mühen, das Jubiläumsjahr zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Zum 100-jährigen Bestehen des MGV Euphonia wurde dem Chor von Landrat Finke die vom Bundespräsidenten Karl Carstens verliehene „Zelter- Plakette“ überreicht.

Nach neun Jahren mußten sich die Euphonen von ihrem Dirigenten Jürgen Kintzel trennen, unter dessen Leitung ein harmonischer Klangkörper entstanden war, was auf vielen Veranstaltungen unter Beweis gestellt wurde.

Zum denkwürdigen „Tag der deutschen Einheit“ am 3. Oktober 1990, durften die Euphonen vor den Ansprachen des Bürgermeisters Manfred Rollié und des Bürgermeisters der Patenstadt Neustadt an der Dosse, Edmund Bublitz, diese historische Veranstaltung mit dem Lied „Brüder reicht die Hand zum Bunde” eröffnen. Dies war gleichzeitig der erste öffentliche Auftritt mit dem neuen Chorleiter Walter Bialek. Er brachte mit seinen Einstudierungen und eigenen Arrangements neuen musikalischen Auftrieb in den Männergesang.

Bialek verabschiedete sich beim 117. Stiftungsfest 1999 von den Euphonen und wurde von Manfred Läsche abgelöst, dem bereits im Mai 2000 Henning Surmann folgte. Zur Jahreshauptversammlung 2000 trat Herbert Scharmann nach 28 Jahren als 1. Vorsitzender zurück und wurde vom Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger Lothar Jaentsch war den Euphonen ein sehr guter Vorsitzender, der viel Neues in den Chor installierte. Er schied aus persönlichen Gründen 2006 aus dem Chor aus.

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