Ganderkesee Als sich die Besucher aus Ganderkesees Partnerstadt Château-du-Loir vor dem Rathaus versammelten, ließ das Glockenspiel die französische Nationalhymne hören. Anschließend begrüßte Bürgermeisterin Alice Gerken die französischen Gäste im Ratssaal. Doch richtig in Deutschland angekommen sind sie bereits am Wochenende: Beim Schützenfest in Urneburg absolvierten die Musiker des Fanfarenzugs „Les Dauphines du Val de Loir“ einen gemeinsamen Auftritt mit dem Spielmannszug Ganderkesee.

Auch wenn das Repertoire der beiden Gruppen unterschiedlich ist, war das kein Problem für die Musiker. „Wir haben viele Leute mit Schlaginstrumenten dabei“, sagte Patricia Bouger, Vorsitzende der „Dauphines“. Außerdem kennen sich viele der Musiker schon seit Jahren. 26 Gäste aus Frankreich, darunter auch einige Kinder, sind am Sonnabend in der Gemeinde angekommen. „Ich freue mich, dass die Verbindung schon seit vielen Jahren besteht“, sagte Bürgermeisterin Alice Gerken beim Empfang im Rathaus. Sie werde mit Freude und großer Einsatzbereitschaft gelebt. „Über viele Jahre sind enge Verbindungen entstanden.“ Auch die Kinder und Enkelkinder würden damit aufwachsen. Gerken wies darauf hin, dass im kommenden Jahr das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Ganderkesee und Château-du-Loir in Frankreich gefeiert wird. Außerdem habe es im vergangenen Monat ein Zeltlager gegeben, zu dem Jugendliche nach Château gefahren seien. „Die Städtepartnerschaften haben eine wichtige Bedeutung für den Zusammenhalt in Europa.“

Durch die regelmäßigen Treffen der beiden Musikgruppen sind enge Kontakte entstanden: „Sie sind unsere Freunde“, sagte Patricia Bouger. Doch es sei nicht mehr so leicht, Leute zu motivieren: Sie hoffe, dass Jugendliche auch weiterhin Lust hätten, nach Château und Ganderkesee zu fahren. Die Vorsitzende der „Dauphines“ hat zwölf Jahre lang in Ganderkesee gelebt. „Ich habe nach dem Studium keinen Job in Frankreich gefunden“, berichtete sie. Durch den früheren Spielmannszug-Vorsitzenden Herbert Meyer fand sie eine Arbeit, kehrte dann aber nach Frankreich zurück.

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Patricia Bouger spricht perfekt Deutsch und hilft beim Übersetzen. Doch Gastgeber und Gäste kommen auch so zurecht: „Wir haben ein paar dabei, die Französisch sprechen“, sagte Klaus Meyer, Vorsitzender des Spielmannszugs. „Außerdem hat man ja heute Apps auf dem Handy.“ Nach dem Empfang trafen sich Gastgeber und Gäste zum Grillen. Für diesen Dienstag ist ein Ausflug ins Besucherbergwerk Kleinenbremen geplant. Am Mittwochabend geht es dann per Bus wieder auf die mehr als zwölfstündige Rückreise nach Château-du-Loir.

Antje Rickmeier Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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