Ganderkesee Noch arbeitet sich Sven Poppe bei der regioVHS im Kreise erfahrener Kollegen in seine neuen Aufgaben ein. Aber sein Büro soll der neue Kulturmanager der Gemeinde Ganderkesee später im Kulturhaus Müller haben. Gut sechs Wochen ist es her, dass der 32-Jährige die Nachfolge von Dr. Wiebke Steinmetz angetreten hat. Am Dienstag stellte er sich im Alten Rathaus dem Ausschuss für Bildung und Kultur vor.

Sven Poppe stammt gebürtig aus dem Ruhrgebiet und hat in den Niederlanden, China und Schottland studiert und verschiedene Abschlüsse im Bereich Freizeit-, Kultur- und Tourismusmanagement erworben. Tätig war er anschließend sowohl im musealen als auch im Event-Bereich. Seine beruflichen Stationen waren in München und Köln. Zuletzt hat er in der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen in Bad Homburg gearbeitet.

Etabliertes soll bleiben

Welche Schwerpunkte er künftig bei der Konzeption des Kulturprogramms setzen werde, vermochte Poppe den Ausschussmitgliedern nach der kurzen Anlaufphase noch nicht näher auszuführen. Seine Präsentation der Veranstaltungen von Februar bis Juli 2020 enthielt im Wesentlichen Termine der etablierten Reihen wie Kabarett, Musiktheater, Kulturkino und Niederdeutsches Theater sowie Kulturabende und Kunstvorträge. Fortführen wolle er auch den Poetry Slam und die Akademie Klecks, versicherte der neue Kulturmanager.

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Noch keine konkreten Vereinbarungen gibt es bislang mit Künstlern, die im Kulturhaus ausstellen möchten. Wenn Termine stehen, böte es sich an, wieder Kinderführungen und Workshops zu den Ausstellungen anzusetzen, befand Poppe.

Einen Themenschwerpunkt fürs kommende Jahr stellte indes regioVHS-Leiter Andreas Lembeck vor: Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes will er im Haus Müller Kultur und Geschichte kombinieren. Lembeck kündigte eine Ausstellung, Live-Auftritte und Konzerte zum Thema an. Unter anderem sei Sally Perel, Autor der Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“, angefragt. Vorgesehen sei, bei den Aktivitäten zum Themenschwerpunkt auch die Schulen einzubinden, so Lembeck.

Neue Zielgruppen

Das hatte zuvor UWG-Fraktionsvorsitzender Carsten Jesußek gefordert. Auch Ratsherr Michael Sorg (Grüne) drang darauf, generell bei der Gestaltung des Kulturprogramms an die Jugendlichen zu denken, während Marion Vosteen (FDP) eher die Zielgruppe der Altersgenossen des neuen Kulturmanagers unterrepräsentiert sah.

Wie auch immer die Kulturarbeit künftig aussehen wird – sie dürfte in einem aufgewerteten Ambiente stattfinden: VHS-Leiter Lembeck stellte in der Sitzung Pläne zur Umgestaltung des Gartens hinter dem Kulturhaus vor. Vorgesehen ist demnach, die Rasenfläche zu erneuern und eingefasste Beete mit pflegeleichten und insektenfreundlichen Pflanzen aus der Region anzulegen. Zudem sollen Skulpturen auf der Freifläche platziert werden – darunter der Ara-Ganter, der bislang auf einem Vordach an der vorderen Fassade platziert war. „Der Baumbestand wird erhalten“, betonte Lembeck.

Garten wird umgestaltet

Rund 11 000 Euro an Spendengeldern hat der Freundeskreis Kulturhaus Müller laut Lembeck für die Maßnahme eingeworben. Auch sei schon Kontakt zu einem Landschaftsarchitekten aufgenommen worden. Beginnen soll die Umgestaltung im Frühjahr 2020.

Für Erheiterung der Ausschuss-Kollegen sorgte CDU-Ratsherr Gerd Logemann mit einem Vorschlag, wie den Kosten für die Gartenpflege begegnet werden könnte: Er regte an, Gänse als „Rasenmäher“ einzusetzen.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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