Ganderkesee 21 Landfrauenchöre waren zu Gast, als vor 15 Jahren in Stenum das zweijährliche Singkreistreffen des Landfrauenverbandes Weser-Ems stattfand. „Heute wären es noch drei oder vier Chöre“, sagt Magda Schütte, die die Veranstaltung seitens des Landfrauenchors Ganderkesee organisiert hatte. 18 Jahre lang – von 1999 bis 2017 – leitete sie den Chor.

Woran liegt es, dass der Chor der Ganderkeseer Landfrauen 52 Jahre nach seiner Gründung stimmgewaltiger erklingt denn je, während andere längst aufgegeben haben? „Das ist das Verdienst von Magda Schütte“, ist Karin Bellers, von 1993 bis 2007 Vorsitzende des Landfrauenvereins Ganderkesee, überzeugt. So sei der Chor unter ihrer Leitung nicht nur zahlenmäßig gewachsen, sondern habe auch stets ein anspruchsvolles Repertoire gepflegt.

Konzert zum 50.

Melodien aus Opern und Operetten sowie Instrumentalstücke in der Besetzung Mandoline (Frank Völkel) und Gitarre (Hans Jürgen Freiberg) werden erklingen, wenn der Landfrauenchor am Sonntag, 8. März, 17 Uhr, in der Ganderkeseer Kirche St. Cyprian und Cornelius sein Jubiläumskonzert gibt.

Neben dem Landfrauenchor sind der Bremer Männerchor 62 Gutenberg (Leitung: Max Börner) und der Männergesangverein Stickgras (Leitung: Michael Brockmann) beteiligt. Auch gemeinsam werden die drei Ensembles auftreten.

Solistisch sind die Chorleiter Anke Cordes und Max Börner zu hören. Michael Brockmann begleitet am Klavier. Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.

Am Sonntag, 8. März, feiert der Chor sein 50-jähriges Bestehen nach – mit einem Konzert, das er zusammen mit zwei Männerchören gestalten wird. Im vorigen Herbst waren die drei Ensembles schon in Delmenhorst-Stickgras zusammen aufgetreten. „Das gefiel uns so gut, dass wir das bei unserem Jubiläumskonzert wiederholen wollten“, berichtet Magda Schütte. Durchs Programm führen wird Karin Bellers.

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Tatsächlich liegt die Chorgründung schon etwas länger zurück als 50 Jahre. 1968 hatte Käthe Schütte, seinerzeit Vorsitzende des Landfrauenvereins (damals noch der Landfrauenverein Delmenhorster Geest), den Impuls gegeben, als ein Programmpunkt für die Weihnachtsfeier der Landfrauen fehlte. Unter Leitung der Ganderkeseer Berufsschullehrerin Traute Schwanke trat schließlich eine gute Handvoll Frauen auf die Bühne.

„Anfangs haben wir alle vier Wochen bei den Singkreis-Mitgliedern zu Hause geprobt“, berichtet Magda Schütte, die Schwiegertochter der Initiatorin und Gründungsmitglied des Chores. Dieser Turnus änderte sich erst, als sie selbst gute 30 Jahre später die Leitung übernahm. „Traute Schwanke kam zu mir in den Spielkreis uns sagte: Ab jetzt machen Sie das!“, erinnert sich die ehemalige Kindergartenleiterin an die „Übergabe“.

Probte der anfangs 20-köpfige Chor zunächst einmal in der Woche bei Familie Schütte in Hollen, so wurde das eigens dafür eingerichtete Klavierzimmer im Obergeschoss bald zu klein. Mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Bookholzberg war schließlich ein neues Domizil gefunden, in dem der Landfrauenchor noch bis heute probt.

Die Chorleitung liegt seit 2017 in Händen professioneller Musiker: Zunächst übergab Magda Schütte an Max Börner, ehemaliges Mitglied des Dresdner Kreuzchors und Leiter mehrere Chöre. Aus Zeitgründen konnte er die Tätigkeit aber nach gut einem Jahr nicht fortführen und vermittelte die Landfrauen an seine Kollegin Anke Cordes.

Für die Sängerinnen bedeutete die Zusammenarbeit mit den jungen Chorleitern allerlei Neuerungen. „Frau Cordes legt sehr viel Wert auf Stimmbildung, Atemtechnik und das Einsingen. Das war neu für uns“, erklärt Magda Schütte. „Aber sie hat das alles sehr gut rübergebracht.“

Neuerungen würden sich die Chormitglieder jetzt auch noch in personeller Hinsicht wünschen: Nachwuchs fehlt – wie bei vielen Chören. „Wir sind zwischen 60 und gut 80 Jahre alt“, sagt Magda Schütte. Sie würde sich freuen, wenn sich auch jüngere Frauen fürs Singen und die Auftritte – etwa beim Hasbruchsingen, beim Sommerfest im Haus am Wald oder beim Bauernmarkt – begeistern würden.

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Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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