Ganderkesee Beim Stichwort „Blasinstrument“ tauchen vor dem geistigen Auge Trompete, Posaune und vielleicht noch Oboe oder Fagott auf – aber die Orgel? – „Eine Orgel ist ein Blasinstrument“, stellte Kreiskantor Thorsten Ahlrichs am Sonntagnachmittag fest, als er bei einer Führung rund 40 Besuchern die berühmte Arp-Schnitger-Orgel der Ganderkeseer St. Cyprian- und Corneliuskirche erklärte.

Letztere war anlässlich des Tages des offenen Denkmals geöffnet. Schautafeln informierten über ihre Historie und Kirchenführerin Helga Härtel stand für Auskünfte zur Verfügung. Als Besuchermagnet erwies sich einmal mehr die 1699 errichtete und 1760 durch Johann Hinrich Klapmeyer um zwei Pedaltürme erweiterte Orgel.

Von Thorsten Ahlrichs gab es nicht nur Informationen zur Funktionsweise, zur Intonation und zur Historie des Instruments, sondern auch zu ihrem in der Wesermarsch geborenen Erbauer. Neu dürfte für viele Zuhörer nicht nur die Klassifizierung als Blasinstrument gewesen sein. Wer weiß beispielsweise, dass sich die Pfeifenlängen des höchsten und des tiefsten Tones fast um fünf Meter unterscheiden, dass an der Rückseite des Instruments früher ein Glöckchen den Kalkanten darauf aufmerksam machte, wann er den Balg zu treten hatte oder auch, wie das Mischungsverhältnis von Blei und Zinn den Klang der Pfeifen verändert. Zum Abschluss der Orgelführung gab Thorsten Ahlrichs in einem Kurzkonzert noch einen klanglichen Eindruck dessen, was die Schnitger-Orgel ausmacht.

Ebenfalls für Besucher geöffnet war am Sonntag die Schönemoorer Kirche St. Katharinen. Dort bot Rolf Niemeyer Kirchenführungen an.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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