Hude Den Altar schmückt eine blau-weiß-rote Fahne. Davor sind eine Frankreich-Karte, ein Modell des Eiffelturms und ein Korb mit französischen Spezialitäten aufgebaut, Blumen in den Farben der Trikolore ergänzen das Bild: Zum Weltgebetstag hielt französisches Flair Einzug in die katholische St. Marien-Kirche Hude. Mit einem „Bonjour!“ begrüßte Marion Borsum die rund 70 Gäste unterschiedlicher Konfessionen, die zum ökumenischen Gottesdienst gekommen waren.

„Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“, lautete das Thema des Weltgebetstages, der in Frankreich gestaltet worden war. Sieben Frauen mit bunten Schals standen zu Beginn im Altarvorraum. Eine Frau näherte sich ihnen zögerlich – und wurde herzlich in die Mitte aufgenommen.

Schlaglichtartig wurden im Verlauf des Gottesdienstes die Schicksale von Frauen beleuchtet, die für das Leben im modernen Frankreich stehen. Immer wieder ging es dabei in Anlehnung an den Bibelvers ums Fremdsein – und Aufgenommen werden. „Das haben wir alle mal im Leben: Wir sind fremd und brauchen Menschen, die uns aufnehmen“, betonte Organisatorin Marion Borsum. Sie bereitete den Tag gemeinsam mit Helga Gritz, Monika Scetaric, Frauke Otto, Christa Timmermann, Reinhild Kloß, Sylvia Jacob und Bärbel Lippert sowie Organistin Karin Hirsch vor.

Das erste Treffen fand bereits im Januar statt. „Dort haben wir Unterlagen bekommen und dann geguckt, was sich hier umsetzen lässt“, so Borsum. Mit Frankreich wurde seit vielen Jahren erstmals wieder ein europäisches Land als Gastgeber ausgewählt. Das habe sich auch in der Vorbereitung widergespiegelt: „Frankreich ist uns heimatlicher, nicht ganz so fern.“

Im Anschluss an den Gottesdienst stärkten sich die Besucher bei Baguette und französischen Käsespezialitäten. Pastor Michael Lupas zeigte ausgewählte Frankreich-Bilder und stellte „Land und Leute sowie die Lebenskultur auch jenseits der Klischees“ vor. Lupas verknüpfte persönliche Anekdoten von seinem Studienaufenthalt in Südfrankreich mit Informationen zu Klima, Geografie, Geschichte und Kultur.

Seit 1988 bereitet Marion Borsum gemeinsam mit anderen Frauen den Weltgebetstag in Hude vor. „Die Vorbereitungen machen immer viel Spaß“, weiß Borsum. Sie freut sich schon auf nächstes Jahr. Dann steht Ägypten im Mittelpunkt: „Das dürfte sehr interessant werden.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.