IMMER Die Kinder-Majestäten heißen Maximilian Lux und Sarah Emke. Im Gasthof Witte in Immer wurden die Neuen mit stehenden Ovationen gefeiert.

Von Hergen Schelling

und Karsten Kolloge IMMER - Eines haben die sechs jungen Leute gemeinsam, die gestern Abend im ausverkauften Saal des Gasthofes Witte ins Scheinwerferlicht gebeten wurden: Sie sind „faschingsverrückt“. Als neues Prinzenpaar rief GGV-Zeremonienmeister Klaus Meyer Kerstin I. (Werres) und Peter II. (Abel) aus, als Ehrendamen feierte der Saal Kerstin Prauß, Christina Tönjes, Julia Linkenbach und Saskia Hüneke.

Auch der närrische Nachwuchs hat neue Regenten: Maximilian I. (Lux) und Sarah I. (Ehmke) sind das neue Kinderprinzenpaar.

Zu diesem Zeitpunkt jubelte der Saal, gekocht hatte er schon viel früher – dafür sorgten die Tanz-, Musik- und Comedy-Einlagen, die Moderator Gerrit Meyer gewohnt munter über die Bühne gehen ließ. Spätestens bei den Vechteraner Blödelbarden Holger Bürgel und Kalle Meinert, die als „Die Penner“ ihre Version von Herbert Grönemeyers „Männer“ zum Besten gaben, waren die rund 380 Faschingsfreunde nicht mehr zu halten: „Penner sind allzeit breit“ – dieser Refrain war zwar nicht politisch korrekt, aber Narren ist seit gestern wieder (fast) alles erlaubt. Ohnehin hielten sich nicht alle Akteure auf der Bühne an Gerrit Meyers Ankündigung, es werde „keine Witze über Minderheiten“ geben. Schon gar nicht der Parodist Christian Korten aus Hannover, der die ganze erste Reihe der Berliner Politik imitierend auf die Schippe nahm.

Echten Faschings-Sport boten die Funkenmariechen Daniela Ferdinand und Jennifer Oltmanns von der befreundeten Karnevalsgemeinschaft „Waterkant“ Varel.

Ernsthaft und würdig ging es aber auch zu, vor allem bei der – bis zum letzten Moment geheim gehaltenen – Ehrung des scheidenden GGV-Vizepräsidenten Rolf Wieting. „Das geht runter wie Öl“, kommentierte der Mitbegründer des Faschings (siehe nebenstehenden Bericht) die stehenden Ovationen. Beifall für ihren jahrzehntelangen Einsatz erhielten auch Bärbel und Werner Lüdeke, die wie Wieting in den Ältestenrat aufgenommen wurden.

Märchenhaft kamen die Ex-Majestäten samt Ehrendamen, „Fee“ Christel Zießler und MdL Christian Dürr mit ihrem „Aschenputtel-Verschnitt“ daher. Einen Hörgenuss boten zum Schluss des (recht langen) Programms „Die Profisorischen“ aus Wildeshausen. Allerdings: Ihr A-Cappella-Gesang ging teilweise unter. Die Faschingsfans wollten jetzt feiern.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.