BOOKHOLZBERG Der Protagonistin in Gerda Hagstedts vorgetragener Geschichte mangelt es an Gelegenheiten, „op platt to snacken“. Anders sieht es dagegen bei der plattdeutschen Runde des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren aus: Diese feierte am Dienstag im Schwarzen Ross zehnjähriges Bestehen.

Jeden letzten Dienstag im Monat zwischen September und März wird gesnackt. Zudem findet einmal jährlich eine plattdeutsche Lesung statt. Edeltraud Mietrach, Plattsnackerin der ersten Stunde, freute sich daher „van Harten“ über die Entwicklung der Runde, die 2002 mit zwölf Leuten gestartet war. Deshalb habe man jetzt „een beeten wat von maken“ müssen. Und etwa 60 Gäste waren an diesem Nachmittag gekommen.

Unter den Anwesenden war beispielsweise Dirk Wieting, Plattdeutsch-Beauftragter der Gemeinde Ganderkesee, der sich immer freue, wenn irgendwo „Platt snackt ward“ und daher verständlich riet: „Mok wieter so.“ Dieser Rat galt sicherlich auch Tom Hasselberg. Der 14-Jährige erzählte auf einwandfreiem Plattdeutsch einen Witz, wie die Oma versucht, den Opa zu verführen, „dat dem Hörn un Sehn vergeiht“.

Für musikalische Begleitung sorgte Fred Molde, unter anderem mit Liedern wie „Dat du mien Leewsten büst“ oder „Von Herrn Pastor sien Koh“. Da heißt es zu Beginn: „Kennt ji al dat nije Leed, nije Leed, nije Leed, dat de ganze Stadt al weet, von Herrn Pastor sien Koh?“ Für die meisten Gäste war es nicht neu, sie kannten es. Viele von ihnen dank der plattdeutschen Runde – seit mittlerweile zehn Jahren.

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