Ganderkesee Bei den einen sind es eher Düfte und Geschmäcker, die Erinnerungen wecken, bei den anderen sind es Bilder: Weihnachtsgeschenke sollen Emotionen transportieren – erst recht dann, wenn sich der Beschenkte in weiter Ferne aufhält.

Carola Lange, Inhaberin des Teeladens an der Rathausstraße in Ganderkesee, kennt das. Ob die „Ganderkeseer Weihnacht“ – ein schwarzer Tee mit Frucht- und Gewürzaromen – oder auch die „Ganderkeseer Glückseligkeiten“, die mit Maracuja-Orangen-Note beglücken: Tees mit Lokalkolorit sind nicht nur in der Vorweihnachtszeit Verkaufsschlager. „Ich habe mehrere Mütter als Kundinnen, die diese Tees pfundweise an ihre Kinder in Australien, den USA oder Südamerika verschicken“, berichtet die Tee-Expertin.

Auch Dekoratives mit Ganderkesee-Bezug bietet die Teeladen-Besitzerin an: Sie hat eigens einen mundgeblasenen Ganter anfertigen lassen, der unter einer filigranen Glasglocke thront.

Das Wappentier der Gemeinde taucht auch in den zahlreichen Geschenkartikeln auf, die im Bürgerbüro des Rathauses erhältlich sind. Der Ganter ziert von der Kaffeetasse übers Handy-Etui bis hin zum Baby-Strampler jedes Stück.

Auch auf dem Etikett einiger edler Tropfen hat sich der Ganter verewigt – und dabei handelt es sich nicht einmal um Gänsewein: Unter dem Namen „Geschnatter“ verkauft der Leeraner Weinhändler Wolff im Ganderkeseer Famila-Markt einen Dornfelder und einen Weißburgunder aus der Pfalz sowie einen halbtrockenen Sekt, der an der Mosel produziert wird. Wer die Spirituosen verschenkt, weckt nicht nur Erinnerungen an Ganderkesee, sondern tut auch gleich noch Gutes: Von jeder verkauften Flasche geht ein Euro an den Verein GanterART, der in der Gemeinde soziale Projekte fördert.

Einem Rechtsstreit ist es zu verdanken, dass seit Kurzem auch ein Klaben – eigentlich ja eine Bremer Spezialität – den Ganter auf dem Etikett trägt. Die Landbäckerei Tönjes durfte ihren vielfach preisgekrönten Klaben nicht mehr als „Bremer Klaben“ bezeichnen und verkauft ihn nun – nicht minder erfolgreich – als „Ganderkeseer Klaben“.

Nicht nur kulinarisch können Ganderkeseer Lokalkolorit verschenken – auch literarisch. Alfred Schmidt-Petzold vom Schreibwarengeschäft Stöber etwa empfiehlt Bücher von Ganderkeseer Autoren wie die plattdeutschen Texte von Helga Maria Christoffer oder von Yared Dibaba, der vor seiner TV-Karriere in Falkenburg lebte.

Wie Stöber bietet auch Buchhändler Gustav Förster diverse Bücher über die Historie Ganderkesees an. Gerade erschienen sind beispielsweise eine Publikation von Hermann Speckmann über die Historie der Friedenseiche am Ehrenmal sowie das in Kooperation mit der Nordwest-Zeitung herausgegebene Buch „Einst und Jetzt – Ganderkesee“ von Frank Hethey. Letzteres ist auch in der NWZ -Geschäftsstelle erhältlich.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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