HUDE Mann trifft Frau, bekommt sie nicht und bringt sich um. Es ist eine Geschichte, wie sie Hollywoods Filmproduzenten mögen. So schlicht, dass sich der Inhalt in einem einzigen Satz zusammenfassen lässt, und zugleich doch so zeitlos und komplex. Kein Wunder also, dass Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“, gleichzeitig sein größter Bucherfolg, auch 236 Jahre nach der Entstehung gefragt ist.

An diesem Sonnabend, 25. September, bringt die Bremer Shakespeare Company auf Einladung des Huder Kulturvereins „Impuls“ Goethes Sturm- und Drang-Werk auf die Bühne im Forum der Peter-Ustinov-Schule. Beginn ist um 20 Uhr. Regisseur Mathias Schönsee hat aus der Handlung um den wohl berühmtesten Selbstmörder der Literaturgeschichte ein frisches, modernes Stück mit viel Tempo geformt. Im Mittelpunkt steht die Beziehungskiste der drei Akteure – Werther (Gunnar Haberland) verliebt sich rasend in Lotte (Janina Zamani), die indes mit Albert (Michael Meyer), einem Freund von Werther, verlobt ist. Die Inszenierung zeigt Werther, Lotte und Albert im Schmelztiegel ihrer widersprüchlichen Gefühle zwischen Leidenschaft und Pflichtbewusstsein, hochfliegenden Sehnsüchten und bodenständigen Lebensentwürfen. Das Stück ist eine riskante, aber gelungene Gratwanderung zwischen Drama und Klamauk.

Karten gibt es noch an diesem Freitag im Musikfachgeschäft Brass and more“ (Hermann-Löns-Weg 5), der neuen Vorverkaufsstelle von „Impuls“, zum Preis von €zwölf Euro. „Impuls“-Mitglieder zahlen zehn Euro. Restkarten sind am Aufführungstag an der Abendkasse – wie üblich eine Stunde vor Vorstellungsbeginn – erhältlich.

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