Falkenburg Margit Haselei, Geschäftsführerin der Dorfpark Falkenburg GmbH, hatte die Messlatte hoch gelegt: 1000 Besucher sollten zum Tag der offenen Tür am Sonntag aufs Gelände des ehemaligen Lutherstifts kommen. Das war kaum zu schaffen. Kein Grund zum Verdruss aus Sicht der Veranstalter: „Angesichts des Wetters sind wir sehr zufrieden“, bilanzierte Haselei.

Die zahlreichen Besucher mussten ihr Kommen nicht bereuen: Musik, Disco, Führungen, Kinderanimation, Kunst, Handwerk, Glücksrad, Rallye – ein regelrechtes Füllhorn an Aktionen und Informationen wurde geboten. Die Norle, die individuelle Hilfen für Menschen mit Unterstützungsbedarf gibt, öffnete ihre Tagespflege und informierte über ambulante Hilfen. In zwei Wohngemeinschaften leben 15 Menschen, darunter Renate Spille (56), die gern ihr Appartement zeigte. Eine Dreier-WG sei noch unbelegt, erklärte Haselei.

Ingeborg Willemsen erläuterte in der Laurentius-Kappelle die Arbeit des Diakoniekonvents. Die Einsatzmittel auf ihrem Rüstwagen zeigte die Freiwillige Feuerwehr. Karin Pieper stellte das Programm der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) vor. Dass im alten Amtshaus künftig wieder standesamtliche Trauungen möglich sind, erläuterten Fachbereichsleiterin Evelyn Breithaupt und Standesbeamtin Marlies Lüschen. Norle-Inklusionsfachkraft Julia Ziehn stellte das Projekt „Wir gestalten unsere Freizeit selbst“ vor. Und Inga Gillerke machte auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Hospiz aufmerksam.

Vor allem hieß es Motto: „Mitmachen erwünscht!“ Leon (18) schlug am Stand der „Holzwürmer“ von Maik Köhring Nägel in einen dicken Balken. Eugen Losinsky drehte kräftig das Glückrad – und gewann ein 3D-Tischset mit Spiderman-Motiven. Pascal (10) und Robin (13) sahen Bernhard Kühntopf über die Schulter, als dieser ein Holzrelief mit irischem Motiv erstellte. In der Malgruppe „Farbenfreunde“, geleitet von Ute Schierz, war der Raum bis auf den letzten Platz besetzt. „Malen in der Gruppe bereichert mein Leben“, meinte nicht nur Elke Lichtenberg aus Hude. „Ein tolles Programm“, befand auch Steffi Zander aus Delmenhorst, die sich einen „Paradiesvogel“ ansah.

Für Musik sorgten Markus Häger und Thomas Schlegel, die „Barrakudas Combo“, Frank Kahlert und Sybille Gimon mit ihrem Chor „OL inklusive“. Mit Liedern wie „Sascha liebt nicht große Worte“ gelang es Gimon meisterhaft, das Publikum einzubinden.

Die Vision des Dorfparks laute Inklusion, Lebendigkeit, Menschen: „Ein Lebens-, Wohn- und Gemeinschaftsprojekt, das von allen getragen wird“, sagte Norle-Chefin Haselei, als sie mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Christel Zießler den Aktionstag eröffnete. Der Ort sei offen für Kooperationen und kulturelle Veranstaltungen mit anderen. „Lange haben wir Falkenburg-Habbrügger darauf gewartet, dass diese wunderschöne Anlage in gute Hände übergeht“, fasste Zießler ihre Glückwünsche in Worte.

Die gute Laune beim Tag der offenen Tür wirkte ansteckend: Beim Gimon-Auftritt konnte Haselei ein Tänzchen mit „Bruder Stephan“ (Ulrich) kaum ausschlagen. Symbolträchtiger hätte das gute Miteinander auf dem Ex-Stiftsgelände kaum ausfallen können.


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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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