Dötlingen Überraschender Vorschlag der Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung jetzt“: Sie bringt das Gelände der Grundschule Dötlingen als möglichen Standort für den geplanten Kulturpavillon/Haus der Begegnung ins Spiel. Bisher habe sich in den Gesprächen mit der Dötlingen-Stiftung nichts bewegt, sagte Dierk Garms bei einem Gespräch am Mittwochabend von Vertretern der Initiative im Neerstedter Rathaus mit Bürgermeister Ralf Spille und Bauamtsleiter Uwe Kläner. Die Stiftung will das achteckige Gebäude dank einer großzügigen 1,5-Millionen-Euro von Detlef Knechtel bauen.

„Wir wollen uns nicht nur verweigern, sondern auch Vorschläge machen“, betonte Garms und zog den Plan vom Schulgelände an der Karkbäk aus der Tasche. Darin hatte er gleich drei mögliche Standorte markiert, in die das geplante Bauwerk mit einem Durchmesser von 22 Meter passen würde. Garms könnte sich den Rodelberg vor der Turnhalle, den Parkplatz in der Mitte oder auch einen Teil des Spielplatzes direkt in der Ecke Karkbäk/Wald als Fläche vorstellen. Parkplätze wären vorhanden, Schule und Kindergarten könnten die Anlage direkt nutzen und der Pavillon wäre immer noch zentrumsnah und in Nähe der Hunte, hob er hervor.

Bürgermeister Spille erinnerte daran, dass der Pavillon auf Wunsch der Stiftung zentral gebaut werden sollte. Zudem würden die Flächen an der Schule ja schon genutzt, sagte er. Grundsätzlich nahm er positiv zur Kenntnis, dass eine Alternative aufgezeigt werde. Er warb dafür, mit allen Beteiligten zu sprechen.

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Eines steht für die Initiative weiterhin fest: Der derzeit vom Rat festgelegte Standort im Dorfgarten/Parkplatz (und damit im Landschaftsschutzgebiet) kommt für sie nicht in Frage. Dafür übergab Harri Brendler die Listen mit inzwischen 489 Unterschriften. „Ein kleiner Teil sind Leute, die nicht in Dötlingen wohnen, aber alle haben eine Verbindung zu Dötlingen“, sagte er, ohne exakte Zahlen über die Aufteilung zu nennen. Er überreichte einen Appell an den Rat stellvertretend an den Bürgermeister. Die Kernaussage: „Ein modernes Gebäude, schon gar nicht in der Größe und wie es von der Stiftung geplant ist, darf keinen ortsprägenden Standort erhalten.“

Brendler erinnerte an die Künstler der Vergangenheit, die Häuser in Dötlingen gebaut haben. Sie seien mit dem heutigen Lopshof und dem Bremer Schullandheim schon bewusst an den Rand gegangen. „Das ist auch in alle Bauplanungen der Gemeinde für den Ort Dötlingen eingeflossen – bis heute. Dötlingen ist in dieser Hinsicht etwas Besonderes und das muss es bleiben.“ Weiter heißt es im Appell: „Der Heidedorf-Charakter Dötlingens ist einmalig und muss erhalten bleiben.“

Im Ortskern von Dötlingen sei noch heute die Anlage und Struktur des ehemaligen Heidedorfes erkennbar. Die Natur reiche bis in den Ortskern hinein.

Markante Gebäude wie Tabkenhof, Muhlehof, Hollmannscher Hof, Heuerhaus, Volkmannsches Haus, Müller vom Siel Kate, bilden den Kern. Das Landhotel (Schützenhof) und auch die beiden neuen Bauten dazwischen passten sich diesem Bild an. Dazu gehöre auch der letzte im Ortskern noch vorhandene Sandweg im Dorfgarten. „Die Einbettung Dötlingens in Natur und Landschaft, genauso wie die Einbindung der Natur in Dötlingen ist wesentlich für den Reiz des Ortes“, so Brendler. Die Lage an der Hunte, der innerörtliche alte Baumbestand und die ortsprägenden alten Hofstellen und Gebäude seien wichtige Bestandteile für die touristische Attraktion des Dorfes. „Wir appellieren an die Mitglieder des Rates der Gemeinde, dem Ort Dötlingen seine Identität zu erhalten!“ endet der Appell.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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