Dötlingen 40 Tage verzichten: auf Süßigkeiten, Alkohol oder das Rauchen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fastenzeit zu nutzen. Von Aschermittwoch bis Karsamstag, 11. April, wird an sechs Tagen in der Woche gefastet. Die Pastorinnen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dötlingen, Susanne Schymanitz und Claudia Hurka-Pülsch, erzählen im Gespräch mit unserer Zeitung, was die Fastenzeit, die am Mittwoch begonnen hat, für Christen bedeutet – und ob sie selbst auf etwas verzichten.

Ohne Pessimismus

„Die 40-tägige Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern soll uns zum einen an die 40-tägige Vorbereitungszeit Jesu erinnern, die er in der Wüste auf sich genommen hat, bevor er öffentlich geredet und gewirkt hat“, erklären die beiden. Die Passionszeit sei aber zum anderen vor allem eine Zeit des Gedenkens an Jesu Leidenszeit, an den Verrat des Freundes, die Gefangennahme, die Kreuzigung und den Tod. Um das anzuerkennen und für sich selbst auch anzunehmen, würden mittlerweile wieder mehr Christinnen und Christen ganz bewusst die sieben Wochen vor Ostern nutzen, um sich der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu zu widmen, um in der Bibel zu lesen und zu beten und auch, um in Andachten und Gottesdiensten den Zuspruch Gottes zu hören, „dass er in allem menschlichen Leid nah ist und uns begleitet“.

Wie viele Menschen tatsächlich in der Passionszeit fasten und das vor allem aus religiösen beziehungsweise spirituellen Gründen, können Schymanitz und Hurka-Pülsch nicht sagen. „Das macht man ja privat. Einige erzählen davon, dass sie auf Schokolade, Alkohol, Fleisch, Kaffee oder elektronische Medien wie TV und Internet oder ähnliches verzichten.“ Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche heißt in diesem Jahr „Zuversicht – sieben Wochen ohne Pessimismus“. Das sei auch eine schöne Haltung und eine gute Einübung, das Leben anders zu gestalten, finden die Pastorinnen. „Ob es mehr oder weniger Fastende gibt, können wir kaum beurteilen – gefühlt aber eher wieder mehr.“

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Zeit bewusst begehen

Ob und auf was die beiden Pastorinnen verzichten, wollen sie nicht verraten. Nur so viel: „Die Passionszeit begehen wir bewusst.“  Hinweisen möchten Susanne Schymanitz und Claudia Hurka-Pülsch auf die Passionsandachten, die aufgrund der guten Resonanz im letzten Jahr auch in diesem Jahr an verschiedenen Orten in der Kirchengemeinde stattfinden. Nachdem die erste Andacht am Mittwoch in der St.-Firminus-Kirche gefeiert worden ist, geht es am Mittwoch, 4. März, auf dem Friedhof an der Grabstätte des Künstlers Georg Müller vom Siel weiter, der lange Jahre in Dötlingen gewirkt und gearbeitet hat. Bei schlechtem Wetter wird die Andacht in die Friedhofskapelle verlegt. Am 18. März wird die Andacht beim Feuerwehrhaus in Neerstedt gefeiert und am 1. April beim Schafkoben in Haidhäuser. An allen Stationen wird jeweils ein Referent beziehungsweise eine Referentin über den besonderen Ort erzählen. Beginn ist stets um 19 Uhr.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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