Betrifft: NWZ -Interview „Wenn der Wolf mit den Kühen ,tanzt’“ in der NWZ  vom Mittwoch, 4. März

Eine Kugel für den Wolf? Schlussendlich wird das wohl passieren, denn ein Abschuss ist immer noch billiger als die finanzielle Unterstützung der Bauern in die Installation wolfssicherer Zäune.

Wir verbrennen zwar Milliarden an Steuergeldern, weil das irgendwie noch in Ordnung ist ... und so schön en vogue, aber in Sachen Natur- und Tierschutz ist der Geldhahn schon lange eingerostet und klemmt.

Zwar ist die Wiederansiedlung des Wolfes gewollt und bricht auch nicht über uns hinein wie ein wildes Gewitter… aber irgendwie überrascht es dann doch alle, wenn der Wolf nach seiner Ausrottung durch den Menschen vor über 100 Jahren „plötzlich“ wieder durch unsere Wälder streift.

Dabei sollten wir vielleicht nicht vergessen, dass es auch seine Wälder sind, er also ein Teil der Natur ist, die wir doch angeblich so lieben – doch in Wahrheit haben wir uns weit, weit davon entfernt!

In Nordamerika zum Beispiel gibt es keinen einzigen bekannten Fall, indem ein Mensch von einem gesunden Wolf angegriffen worden wäre.

„Rotkäppchen“ ist eine Lüge und ein Märchen, als mündige Bürger sollten wir diesen Unterschied doch wohl begreifen können – und lernen, mit dem Wolf zu leben, nicht gegen ihn.

Der Mensch war bislang die Bestie, nicht der Wolf.

Sabine Junge Hude

*

Der Wolf ist keine „böse Bestie“. Angst, Panikmache und Hetzkampagne…die sich in den letzten Tagen verbreiten.

Anstatt mit solchen Schlagzeilen die Bevölkerung zu verunsichern, sollte man doch vielmehr für Aufklärung sorgen. Der Wolf ist nicht das Problem! (...)

Seit längerem ist bekannt, dass der Wolf zurück ist und sich über kurz oder lang auch im Oldenburger Land zeigen wird.

Landwirte hätten schon längst präventive Maßnahmen (spezielle Schutzzäune und Herdenhunde) ergreifen können, zumal diese vom Land Niedersachsen gefördert werden. Und auch das Wolfscenter Dörverden bietet speziell für Landwirte Informationen und Seminare an.

Man kann nicht die Bevölkerung „aufhetzen“ und sagen „Wer sich hier für den Wolf ausspricht, spricht sich ganz klar gegen die Weidehaltung unserer Nutztiere….“. Dem ist nicht so!

Sicher stellt der Verlust eines Nutztieres einen wirtschaftlichen Schaden dar und man sollte jetzt auch entsprechende Vorkehrungsmaßnahmen ergreifen, um den Wolf in eine für ihn passende Umgebung zu „locken“.

Aber wir sollten doch in der Lage sein, mit den Tieren ein friedvolles Leben führen zu können.

Der Wolf galt jahrelang als ausgestorben und wir sollten dankbar sein, dass er wieder zu uns gefunden hat, auch um das Ökosystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei Fragen und Unsicherheit sollte man sich mit dem Nabu oder dem Wolfscenter Dörverden in Verbindung setzen.

Sandra Aichele Hude

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.