Colnrade Auf diesen Termin hatte sich Anke Orths schon gefreut. Am Sonntag wurde die Geistliche im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der St. Marienkirche zu Colnrade als Nachfolgerin von Pastorin Marikje Smid durch Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder in ihr neues Amt eingeführt. Orths wird ins bald sanierte Pfarrhaus einziehen. Bereits seit dem 1. Oktober ist sie mit voller Stelle tätig und hat die Arbeit in der Kirchengemeinde Heiligenloh-Colnrade aufgenommen.

„Ich komme aus der Nähe von Bassum, bin sehr ländlich aufgewachsen und mag die Region sehr gerne“, erzählte die Seelsorgerin der NWZ. „Meine Eltern werden älter, unser Sohn ist aus dem Haus, und mich zog es einfach wieder in heimatliche Gefilde“, begründete Orths diesen Schritt. Andere Menschen, die eventuell auch für die Nachfolge von Smid infrage gekommen wären, seien eventuell durch die Weitläufigkeit der Gegend und die Entfernung zu Großstädten abgeschreckt gewesen, mutmaßt sie. „Ich bin ein Landei. Deshalb hat mich diese Stelle gereizt.“

Viele Jahre war sie in der Welt unterwegs: Ihre Studienzeit verbrachte sie unter anderem in Göttingen, Hamburg und Birmingham. In Idensen, einem Ortsteil von Wunstorf bei Hannover, hatte sie von 2002 an eine Pfarrstelle inne und lebte dort mit ihrem Ehemann und dem gemeinsamen Sohn. Parallel absolvierte Orths eine Weiterbildung für Lebensberatung. Teilweise betreute sie neben Einzelpersonen auch Paare und (eher selten) auch ganze Familien.

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Auf die Pfarrstelle folgte 2016 eine achtmonatige Zeit beim Kinderhospiz Löwenherz im Kirchenkreis Syke-Hoya. „Das war eine tolle Erfahrung. Seelsorge sehe ich als einen sehr wichtigen Teil meiner Arbeit an. Da bin ich dicht an den Menschen, kann sie begleiten und stützen.“

Sie möchte in den nächsten Wochen und Monaten erst einmal verstehen, wie die Gemeinde tickt und mit ihr zusammenwachsen. „Ein großes Anliegen ist mir die Jugendarbeit. Ich möchte versuchen, auch junge Menschen in der Gemeinde zu halten“, zeigte Orths ihre Ziele auf. Damit solle die Region besser vernetzt und somit auch unterstützt werden.

„Ich versuche bestmöglich das weiterzuführen, was Marikje angefangen hat. Sie hat tolle Arbeit geleistet“, ist Anke Orths froh über ihre neue Stelle. Dabei verfolgt die 52-Jährige ein Ziel: Nur insoweit da zu sein, wie es nötig ist. „Die Gemeinde, in die ich komme, ist sehr selbstständig. Die Menschen bringen hier viel auf den Weg. Das finde ich wunderbar.“ Das solle allerdings in keinem Fall heißen, dass sie sich zurücklehnen wolle. „Ich will verschiedene Dinge anstoßen und ein Geländer bieten für diejenigen, die ein wenig von ihrem Lebensweg abgekommen sind.“ In der Predigt am Sonntag befasste sich Orths mit der Geschichte vom reichen Jüngling. Für den musikalischen Rahmen sorgten der „Käferchor“, Kinder aus Heiligenloh und Colnrade, sowie der Gospelchor.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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