Altona Wie muss der Weißabgleich eingestellt sein? Welche Blende nehme ich bei schwierigen Lichtverhältnissen? Was sind Low- und High-Key, oder welche Kamera-Ausrüstung lege ich mir am besten zu? Wie arbeite ich mit Photoshop und Co? Fragen, die in Kreise von Hobby-Fotografen nach Antworten suchen.

Wer den Fotostammtisch Wildeshausen (FSW 12) besucht, erhält Antworten auf diese Fragen. Aber nicht nur das. Er findet sich auch in einem Kreis Gleichgesinnter wieder, die im Kollektiv Probleme und Themenvorgaben rund um die Fotografie in Angriff nehmen und lösen.

Jeden dritten Mittwoch im Monat findet der Stammtisch seit 2012 auf Gut Altona in der Gutsstube statt. Ein kleiner abgeschlossener Bereich, in dem auch Fotosessions durchgeführt werden können.

Entstanden ist die kreative Runde aus einem Fotoseminar, der damals in der Volkshochschule von fünf ambitionierten Hobby-Fotografen besucht wurde. „Nach dem VHS-Kurs sollte nicht einfach Schluss sein“, erklärt Dieter Brüggmann. Er ist von Anfang an dabei und so etwas wie der Sprecher der Gruppe. „Wir sind kein Club oder Verein, sondern nur ein lockerer Zusammenschluss von etwa 22 Liebhabern guter Fotografie. In dieser Runde wollen wir so viel wie möglich über die Fototechnik und mehr erfahren.“

Spezielle Erfahrungen

Und wie es in einem solchen Kreis ist, hat jeder seine ganz speziellen Erfahrungen schon gemacht. Dahinter steht zum Teil ein kompaktes Wissen um Spezialgebiete der Fotografie, das nach und nach in Vorträgen oder Beispielen an die Stammtisch-Freunde weitergegeben wird. Aber auch Sammlungen von Raritäten wie eine Zenit-Fotoausrüstung, die Rolf Fleischmann aus Huntlosen an diesem Abend mitbrachte.

Beim Dezembertreffen lag es an Burkhard Badtke aus Harpstedt, sein Wissen über den so wichtigen Weißabgleich zu berichten. Zwar haben moderne digitale Spiegelreflexkameras heute einen sehr guten automatischen Weißabgleich, aber wenn man an besondere Aufnahmesituationen stößt, dann ist kompaktes Wissen um die Technik und die Möglichkeiten sie zu beeinflussen, gefragt.

„Das haben wir auch schon gesehen, als wir uns mit Grenzbereichen wie Aufnahmen in High-Key (gewollte Überbelichtung) oder im Low-Key-Segment (betonte Unterbelichtung) bewegten“, meint Brüggmann. Da wurden Beleuchtung und Hintergründe in der Gutsstube aufgebaut. Modell standen die Stammtischmitglieder selber, aber auch Personal von Gut Altona. Die Resultate können sich sehen lassen, wie einige gezeigte Aufnahmen bewiesen.

„Die Themenkreise werden immer in den Stammtischrunden festgelegt. Danach hat jeder vier Wochen Zeit, seine gemachten Erfahrungen und Bilder vorzustellen und dann beim nächsten Treffen zu zeigen“, sagt Brüggmann.

Auf diese Art und Weise sind den vergangenen zwei Jahren bei den durchschnittlich mit knapp zehn Teilnehmern besetzten Runde komplexe Themenreihen zustande gekommen. Insgesamt gehören dem Stammtisch 22 Hobby-Fotografen an.

Sie haben im kommenden Jahr nun eine besondere Herausforderung zu bestehen. Im September des 2015 werden im Kreishaus in Wildeshausen 50 Foto-Arbeiten aus dem Stammtischkreis in einer ersten Ausstellung zu sehen sein. Zurzeit ist eine Gruppe damit beschäftigt, die Vorbereitungen zu treffen. Thema ist „Naturpark Wildeshauser-Geest“. „So haben wir das mit Iris Gallmeister vom Zweckverband abgestimmt“, erklärt Brüggmann.

Team für Ausstellung

Neben Dieter Brüggmann aus Vossberg gehören diesem Kreis Burkhard Badtke aus Harpstedt, Manfred Schröder aus Huntlosen und Heide Weinhold aus Brettorf an. Ihre Aufgabe besteht darin, das Projekt zu planen, die Bilder auszuwählen, zu prüfen, ob sie zum Thema passen, den Bildaufbau zu diskutieren und emotionale Momente in den Aufnahmen zu besprechen. Kein leichtes Unterfangen, denn alles wird in der Freizeit erledigt.

Mit der Ausstellung tritt der FSW 12 erstmals an das Licht der Öffentlichkeit und stellt sich damit auch der konstruktiven     Kritik. Bis      dahin   ist „Learning by doing“ und der Rat in der Gruppe gefragt.

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