HARPSTEDT Der 22. September 2007 ist ein historischer Tag für die Kirchengemeinde. So bezeichnete Pastor Gunnar Schulz-Achelis den vergangenen Freitag, den Tag der Gründungsversammlung für die (nicht rechtsfähige, unselbstständige) „Kirchen-Stiftung der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Harpstedt“. Zentraler Zweck der Stiftung ist die Erhaltung der vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde. Denn bis zum Jahr 2030 werden sich nach einer neuen Prognose der Evangelischen Kirche in Deutschland die Zuweisungen aus der Kirchensteuer voraussichtlich halbieren (Berechnungsgrundlage ist das Jahr 2000).

Einen besonderen Anreiz für Spenden verspricht zudem das Landeskirchenamt: Bis zum Jahresende gibt es aus Hannover einen Bonus „1 zu 2“. Das heißt, für 100 gespendete Euro fließen zusätzlich 50 Euro in den Kapitalstock der Stiftung (bis maximal 90 000 Euro). Bis eine Stunde vor Beginn der Versammlung am Freitag, 19 Uhr, waren von 84 Spendern insgesamt 25 953,39 Euro erbracht worden und somit die 25 000 Euro Mindestkapital erreicht. Durch den Bonus sind damit bereits 38 930 Euro im Kapitalstock, wodurch schon im nächsten Jahr erste Projekte gefördert werden sollen. Diese Kirchenstiftung ist damit die erste Stiftung im Kirchenkreis, die bei Null angefangen hat.

Wie vielfältig die Gemeindearbeit ist, führten die Chöre unter Leitung von Daniela Predescu vor Augen. Klaus Corleis, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, stellte die anderen weitläufigen Arbeitsfelder vor. Prokurist Manfred Sander gab einen kurzen Überblick über das Wesen von Stiftungen. Er verwies auf den Ewigkeitscharakter, da nämlich jede eingezahlte Spende für immer im Kapitalstock verbleibt und Förderungen lediglich aus den Zinsen finanziert werden: „Eine Stiftung ist wie ein Baum, der wächst und Früchte trägt. Der Baum bleibt: Gutes für ewig.“

Steffen Akkermannn und Annelen Voß stellten schließlich in einem kleinen Frage-Antwort-Spiel das vom Kirchenvorstand für vier Jahre berufene Kuratorium der Stiftung vor. Dazu gehören Manfred Sander (Groß Köhren), Dieter Claußen (Harpstedt); Kirchenvorsteher Klaus Corleis (Harpstedt), Landwirt Herwig Wöbse (Stiftenhöfte), Kirchenvorsteherin Brigitte Wilke (Dünsen) und Pastor Gunnar Schulz-Achelis. Ergänzt wird diese Gruppe von zwei ständigen Beratern: Gerhard Freymuth aus Harpstedt und Susanne Lübker von Kirchenkreisamt Syke.

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