Grad /Dötlingen Dirk Feldhaus schreitet zufrieden durch sein Elternhaus im Dötlinger Ortsteil Grad. „Die Fenster sind mit einer Doppelverglasung ausgestattet worden, die Dämmung am Fußboden und an den Geschossdecken ist neu, Heizkörpernischen wurden geschlossen – um nur einige der Dinge zu nennen, die wir gemacht haben“, erzählt der Bauherr.

Davon konnten sich am Montagabend auch Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille, der Klimaschutzmanager der Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee, Lars Gremlowski, sowie Energieberater Andreas Hauth überzeugen. Die Gemeinde Dötlingen stellt seit Juni vergangenen Jahres insgesamt 100 000 Euro als Energiebonus für Altbauten zur Verfügung. Die Renovierungsarbeiten an Feldhaus’ Altbau, Jahrgang 1935, werden mit 1725 Euro gefördert, was 7,5 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 23 000 Euro entspricht. „Andreas Hauth hat mich bei der Planung als Energieberater unterstützt“, sagt Feldhaus.

„Nicht jede Maßnahme ist für jeden Altbau sinnvoll. So ist bei meinen Fenstern nur eine Doppelverglasung sinnvoll gewesen, da eine dreifache möglicherweise zu Schimmel geführt hätte – ,Viel hilft viel’ ist nicht immer richtig.“ Mit den neuen Fenstern könne Feldhaus nun bis zu 50 Prozent an Energiekosten sparen. „Das macht sich dann auch im Geldbeutel bemerkbar“, sagt er.

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Das Förderprogramm für Altbauten

Bautechnische Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Häusern werden von der Gemeinde Dötlingen mit bis zu 2250 Euro gefördert.

Der Fördersatz beträgt 7,5 Prozent der anerkannten Baukosten. Mindestinvestitionssumme: 1000 Euro.

Nur Gebäude, die vor 1995 gebaut wurden, qualifizieren sich für das Förderprogramm.

Förderfähig sind Wärmedämmungen von Wänden, Dachflächen und Decken, Erneuerungen der Fenster und Außentüren sowie Optimierungen der Heizungsanlage.

Der Antrag ist bei der Gemeinde Dötlingen einzureichen. Von der Gesamtfördersumme in Höhe von 100 000 Euro wurden bisher 34 000 Euro genutzt. Bis zum Ende des Jahres läuft das Programm noch.

Mehr Infos unter www.doetlingen.de

In die Hohlräume der Wände wurden sogenannte Eco-Perlen gekippt. Diese seien „in Sachen Energie effizienter als der übliche Bauschaum“, weiß Lars Gremlowski.

Bürgermeister Ralf Spille zog beim Besuch der Baustelle eine erste Bilanz über das Förderprogramm: „Es wurden bisher 47 Anträge genehmigt. Im Durchschnitt unterstützt die Gemeinde Sanierungen mit circa 800 Euro. Der Höchstsatz liegt bei 2250 Euro. Da erst etwas mehr als 34 000 Euro ausgezahlt wurden, ist noch reichlich Geld für Zuschüsse da.“

Dirk Feldhaus möchte als nächstes die Dämmung der Kellerdecke angehen. Dabei packt er auch selbst mit an. „Wenn alles fertig ist, soll das Haus vermietet werden. Der Immobilienwert steigt natürlich enorm, wenn man etwas für die Energieersparnis tut.“

Andreas Heizmann Volontär / NWZ-Redaktion
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