DüNSEN DÜNSEN/MSI - Der beschauliche Ort Dünsen ist Bestandteil eines Film-, Foto- und Ausstellungsprojekts unter dem Titel „Miadago“. Das Wort stammt aus Ewe, der Landessprache in Südtogo, und heißt übersetzt: „Wir sehen uns wieder.“ Damit beschreibt es den interkulturellen Austausch zwischen Künstlern aus Togo und Deutschland.

Folly Koumouganh aus Togo und Meike Brackhahn, zwei Künstler aus der Initiative „Miadago“, arbeiten gemeinsam an dem Projekt Seko/Dünsen. „Es ist eine vergleichende Studie der deutschen und togoischen Tradition auf der Fährte der eigenen Herkunft“, erläuterte Meike Brackhahn. Das Projekt zentriert sich um Anwesen von Vorfahren der beiden Künstler. In Dünsen ist dies der ehemalige Hof Meyerholz, heute bewirtschaftet von der Familie Hohnholz. Der nahezu 800 Jahre alte Meierhof ist Heimat der Urgroßmutter von Brackhahn.

Im März und April wurde im togoischen Seko, der Heimat von Koumouganh, gedreht. Jetzt steht Dünsen auf dem Programm. „Wir recherchieren über die Geschichte des Dorfes, machen Aufnahmen von beruflichen und religiösen Aktivitäten, führen Film-Interviews mit den im Dorf lebenden Menschen“, beschreibt Brackhahn den Inhalt des Projekts.

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Am Mittwoch gab es eine Interviewrunde auf dem Hof Hohnholz. Neben Jutta Hohnholz, Vorsitzende des Heimatvereins Dünsen, nahmen daran Renate Jürgens, Eva Baumgarten, Käthe und Theo Hesse sowie Helga und Heinz Rohde teil. Baumgarten berichtete aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Als junges Mädchen war sie mit ihren Eltern aus Ostpreußen vertrieben worden und hatte in Dünsen eine neue Heimat gefunden. Auch für Heinz Rohde waren die Neuankömmlinge eine neue Erfahrung gewesen. „Ich habe immer versucht, mich mit ihnen gut zu stellen“, erklärte er.

Die Frage nach der Lebensqualität in Dünsen beantwortete Renate Jürgen eindeutig: „Ich lebe gern in Dünsen. Der Ort ist überschaubar, aber auch stadtnah.“ Dass Dünsen in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen ist, empfindet sie nicht als störend. „Das ist so, wie es ist“, stellt sie fest.

Für den 1. Oktober ist in der Dünsener Zufluchtskirche eine Ausstellung zu dem Projekt geplant. „Wir sind gerade in Gesprächen hierzu“, erklärte Brackhahn.

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