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13.07.2019

Baltic Sea Circle:
Zwischenstopp im Abba-Tourbus

Aschenstedt Es kommt Thomas Logemann fast unvorstellbar vor, wenn er davon erzählt: „Da stehst du bei zwei Grad am Nordkap, mitten in der Wildnis, und machst einen Videoanruf nach Hause, wo deine Tochter bei über 30 Grad am Pool sitzt.“ Das zeigte dem Aschenstedter: Selbst am Nordpolarmeer ist das Netz besser als in Deutschland. Es ist eine von vielen Erzählungen, die der 51-Jährige und seine Frau Katharina (47) vom „Baltic Sea Circle“ mitgebracht haben. Vor zwei Wochen hat das Paar die 16-tägige Rallye beendet.

Vom 15. bis 30. Juni fuhren Teilnehmer aus ganz Deutschland in mindestens 20 Jahre alten Autos ohne Navigationsgerät durch zehn Länder: von Hamburg aus nach Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Die Teams sammelten jeweils Geld für einen guten Zweck – mindestens 750 Euro sollten dabei zusammenkommen – und konnten während der Rallye Tages- und Zusatzaufgaben erfüllen. Um Punkte zu sammeln. „Es gab die ersten drei Plätze. Alle anderen wurden Vierter. Wir wurden Vierter“, berichtet Katharina Logemann. Ganz nebenbei konnten die Aschenstedter rund 1400 Euro für die Aktion „Kostenloses Frühstück für arme Kinder“ des Vereins „Lebensbrücke“ sammeln. Die Logemanns, die in einem Volvo 240 Kombi (Baujahr 1992) unterwegs waren, nannten ihr Team „Silver-Dream“ (deutsch: Silberner Traum): „Weil wir letztes Jahr Silberne Hochzeit gefeiert haben“, erzählt Katharina Logemann.

Von den 16 Tagesaufgaben erfüllten die Logemanns 15, von den zehn Zusatzaufgaben insgesamt neun. Eine Aufgabe dürfte aufgrund mehrer Internetvideos eine gewisse Bekanntheit erreicht haben: Das Essen der schwedischen Fischspeise Surströmming. „Es war Tag vier“, erinnert sich Thomas Logemann. Surströmming ist dafür bekannt, dass es besonders unangenehm riecht. „200 Kilometer mussten wir mit der geöffneten Fischdose durch die Gegend fahren.“ Anschließend galt es, den übelriechenden Fisch zu essen. Katharina Logemanns Kommentar: „Kann man essen. Sehr salzig.“

Sich in einem Bus auf dem dicht bewachsenen Autofriedhof im schwedischen Ryd fotografieren zu lassen, war ebenfalls eine Aufgabe. Das Besondere: Angeblich handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Tourbus der schwedischen Popgruppe Abba.

Die nächsten Aufgaben, die das Aschenstedter Paar meisterte: In Skandinavien fanden sie den „großen Peter“ – ein Mann namens Peter, der mindestens 1,85 Meter groß ist –, im deutschen Eisenhüttenstadt wurden die beiden bei Katharina Logemanns Schwester fündig und setzten eine Ziege ans Lenkrad. Ein Pferd, das das Auto zog, konnten sie ebenfalls auftreiben.

Das Paar möchte im kommenden Jahr wieder an einer Rallye teilnehmen: Wenn es zeitlich passt, kommen die Kinder Paul (17), Emma (16) und Frida (15) mit. Zunächst aber darf Paul sein Geschenk zum 18. Geburtstag im August öffnen. Katharina Logemann: „Wir haben ihm eine Dose Surströmming mitgebracht.“

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