BOOKHOLZBERG BOOKHOLZBERG - Schon für die Begrüßung der gut 80 Interessierten hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen: Jedem Besucher wurde sein ganz persönlicher „Einstein“ überreicht. In kleine Tütchen verpackt, diente jeweils ein Kiesel als humorvoller Auftakt für die ernsthafte, aber ganz und gar nicht ernste Veranstaltung „Einsteins Dream“. Zugleich bleiben die Steine nette Erinnerungsstücke an einen – in dieser Form erstmaligen – Themenabend in der Mensa des Berufsförderungswerks. Das bfw hatte den Abend gemeinsam mit der regioVHS Ganderkesee-Hude und der Wirtschaftsförderung des Landkreises organisiert.

Dabei sollte es eine Veranstaltung werden, die im Einsteinjahr 2005 auf den „Rummel um das Jahrhundertgenie nicht noch einen draufsetzen will“, wie Moderator Dr. Christian Glaß (Delmenhorst) betonte. Und dieses Versprechen hielt der Abend. So zogen die Gastgeber Norbert Raasch (Geschäftsführer bfw) und Rolf Schütze (Direktor der regioVHS) nach fast vier kurzweiligen Stunden ein knappes, aber äußerst zufriedenes Fazit: „Das hat sich doch gelohnt!“

In interessanten Vorträgen und zwei Talkrunden näherten sich die Gäste Albert Einstein aus dem Blickwinkel ihrer Fachgebiete. Die reichten von Physik (Prof. Falk Rieß, Uni Oldenburg) und Agrarwissenschaft (Dr. Thomas Wilde, Amazonen-Werke Hude) über Technologieberatung (Dr. Rainer Henking, regio-Institut, Oldenburg) und Psychologie (Dr. Christian König, Wichernstift, Elmeloh) bis hin zur Kunst (Barbara Alms, Städtische Galerie Delmenhorst)

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Von den Zuschauern als Höhepunkt des Abends ausgemacht wurde allerdings Hermann Konermanns multimediale Lesung von Einsteins Glaubensbekenntnis. Untermalt von meditativer Musik und begleitet von Bildern aus Einsteins Leben, rezitierte der stellvertretende Leiter der regioVHS und katholische Theologe die Gedanken und Wünsche des großen Physikers, die dieser 1932 aufgeschrieben und auf Schallplatte aufgenommen hatte. Mit seinem durchaus kritischen Bekenntnis zur Demokratie und zum Pazifismus sowie mit der Forderung nach sozialem Engagement und sozialer Gerechtigkeit sind diese Äußerungen auch mehr als 70 Jahre später noch aktuell.

Dass die Technik in der Mensa des bfw nicht immer ganz mitspielte, wurde kurzerhand als Beweis dafür gedeutet, dass die Physik trotz aller Verdienste Einsteins immer noch nicht vollkommen beherrschbar ist.

Das Lob der Zuschauer gebührte neben den hochqualifizierten Talkgästen auch der musikalischen Untermalung durch das Duo Tango Nuevo (Gisela Fischer, Akkordeon, und Günter Matysiak, Klavier) sowie den Köstlichkeiten am Büfett. Das Küchenteam und die angehenden Veranstaltungsmanager des bfw hatten ein leckeres Einstein-Büfett gezaubert – vegetarisch, aber mit Fisch, wie es der Physiker auch selbst mochte.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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