Großenkneten „Die plattdeutsche Sprache ist ein Stück unserer Kultur und Identität. Sie den Kindern vorzuenthalten, wäre nicht gut“, sagt Margret Hesselmann aus Huntlosen. Zusammen mit ihrer Vertreterin Sylvia Varnhorn aus Ahlhorn kümmert sie sich als „Gemeindebeauftragte“ um das Plattdeutsche in der Gemeinde Großenkneten.

Immer weniger Menschen in der Gemeinde würden „Platt“ sprechen oder verstehen können. „Plattdeutsch ist kein Dialekt, sondern eine Sprache und die geht in der Region verloren“, mahnte Varnhorn an. Auch in Schulen sei die Sprache nur noch wenig vertreten, da es an Dozenten und Platz im Lehrplan fehle, berichtete Hesselmann. Daher sei es wichtig, dass diejenigen, die die Sprache noch beherrschen würden, diese auch weitergeben.

Plattfans: Margret Hesselmann (links) und Sylvia Varnhorn. BILD: Renke Hemken-Wulf
Margret Hesselmann (links) und Sylvia Varnhorn. BILD: Renke Hemken-Wulf

Ideen an die „Gemeindebeauftragten“

Margret Hesselmann aus Huntlosen hat über ein Jahrzehnt in Arbeitsgemeinschaften an Grundschulen die plattdeutsche Sprache vermittelt.

Sylvia Varnhorn aus Ahlhorn ist auch plattdeutsche Gästeführerin für den Verkehrsverein an den Ahlhorner Fischteichen.

Wer sich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache einsetzen möchte oder Ideen hat, kann sich bei Margret Hesselmann, An der Bäke 18 in Huntlosen, Telefon 0 44 87/471, oder Sylvia Varnhorn, Tannenweg 14 in Ahlhorn, Telefon  044 35/17 50, melden.

Um den Erhalt der plattdeutschen Sprache weiter zu fördern, hatte die Gemeinde Großenkneten ihr kulturelles Angebot vor einiger Zeit um Veranstaltungen im plattdeutschen Bereich, wie Lesungen und musikalische Events, erweitert. Diese werden in der Regel gut besucht und erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit, so die Gemeindeverwaltung. Auch Hesselmann und Varnhorn berichteten, dass bei diversen Leseabenden ein großer Andrang herrschte. Die gute Resonanz habe sie ermutigt, eine „plattdeutsche Woche“ für große und kleine Leute – mit großen und kleinen Leuten – anzubieten und diese für das „Platt“ zu begeistern.

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Aus diesem Grunde hat sich die Gemeinde zusammen mit Hesselmann und Varnhorn dazu entschlossen, im nächsten Jahr die „1. Plattdüütsche Week“ in der Gemeinde Großenkneten zu veranstalten. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits auf Hochtouren. Namhafte Künstler wie Gerd Spiekermann und Jan Graf haben sich angekündigt, aber auch viele Personen und Vereine aus der Gemeinde und umzu werden das Programm gestalten. Die Aktionswoche ist für den 30. März bis 6. April geplant.

Außerdem, so die Gemeindebeauftragten, werde es schon bald einen „Bücherschrank“ mit plattdeutscher Literatur bei der Huntloser Bücherei geben. Finanziell unterstützt wird die Anschaffung der Bücher durch den Landkreis Oldenburg.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke zeigt sich erfreut über das große Engagement der „Gemeindebeauftragten“ und die vielfältigen Aktivitäten in der Gemeinde. Alle drei hoffen auf Feedback und Ideen aus der Gemeinde, um das Plattdeutsche weiter zu erhalten.

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Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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