Achternmeer „Ab mit ihrem Kopf!“ Dieser Ausspruch der Herzkönigin (gespielt von Alicia Behrens) schallte den Zuschauern des Theaterstücks „Alice im Wunderland“ mehrmals entgegen. Alice (Janina Speckmann), die Grinsekatze (John Heinrich), der verrückte Hutmacher (Femke Schlösser) und all die anderen Figuren aus Lewis Carolls Kinderbuch-Klassiker hatten sich in der Aula der Grundschule Achternmeer zum Croquetspielen versammelt. Doch alles der Reihe nach.

Aufgeführt wurde das Stück unter der Regie von Bärbel Schlösser-Augustyniak und Erika Stahmer von der Jugendtheatergruppe „Lütje Korsorbarger“. Gegründet hatte sich die Gruppe im vergangenen Jahr als Nachwuchsschmiede der „Korsorsbarger Speeldeel“, die ihre Stücke auf Plattdeutsch halten und wiederum Teil des Bürgervereins Achternmeer-Habern sind. „Wir haben letztes Jahr einen Aufruf gestartet, woraufhin sich junge Menschen aus der gesamten Gemeinde bei uns gemeldet haben“, erklärt Erika Stahmer den Gründungsprozess der Gruppe.

Mittlerweile zählt die Gruppe 18 Mitglieder. „Alice im Wunderland“ sei das zweite Stück gewesen, das die Gruppe aufgeführt hat, eine Umdichtung der „Bremer Stadtmusikanten“ zu den „Achternmeerer Stadtmusikanten“ sei das erste gewesen. „Die Proben für Alice im Wunderland haben nach Ostern begonnen und liefen von da an einmal die Woche.“

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Ob es Probleme gab? „Das Bühnenbild hat uns anfangs Kopfzerbrechen bereitet, aber das Problem haben wir mit der Zeit gelöst“, verrät Bärbel Schlösser-Augustyniak. Möglich gemacht wurde der Umbau der Bühne durch eine Spende der Bürgerstiftung Wardenburg und durch Mithilfe von Eltern und Bekannten, wie Stahmer verrät: „Die Requisiten und viele Kostüme sind selbstgemacht.“

Dementsprechend groß sei die Anerkennung, die Olaf Rönnau, Vorsitzender des Bürgervereins, und sein Stellvertreter, Helmut Deye, den Organisatoren zollten. „Wir sind wirklich stolz darauf, dass wir eine Jugendtheaterabteilung in unserem Verein haben“, versichert Deye. Neben der eigentlichen Aufführung und dem Bühnenbild war außerdem gegen kleines Geld für ausreichend Getränke und selbstgemachten Kuchen gesorgt. „Den bekommt man ja auch nicht alle Tage“, so Deye.

Die Aufführung selbst war mit vielen spitzen, sarkastischen Dialogen versehen, die zu einigen Lachern bei den circa 60 Zuschauern führten. Die Premiere des Stücks hatte bereits am Samstag stattgefunden, ungefähr 75 Zuschauer hatte Erika Stahmer hierzu gezählt. „Das ist schon eine gute Resonanz muss ich sagen. Und das Wetter spielt ja auch mit.“

Schlussendlich ging die Aufführung doch unblutig zu Ende, denn die Königin ist „sehr vergesslich, die einzige, die ihren Kopf wirklich nicht bei sich trägt“. Und außerdem war letztlich doch alles nur ein Traum von Alice – oder etwa nicht? Was auf jeden Fall feststeht, ist, dass sich die Zuschauer gut unterhalten gefühlt haben.

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